Die Wachtelzucht ist relativ lohnend, da Wachteln robuste Vögel sind. Aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels können Krankheiten jedoch sehr schnell ausbrechen. Für eine gesunde Zucht ist es daher wichtig, die Tiere genau zu beobachten, anstatt sie nur zu füttern.
Hier sind die häufigsten Probleme und wie man sie verhindern kann:
- Kannibalismus und Picken (Häufigstes Problem)
Wachteln sind stressanfällig, was sich in Aggression äußert – sie picken sich gegenseitig in Kopf, Rücken oder Kloake.
Ursache: Zu viel Licht (Dauerbeleuchtung), zu hohe Besatzdichte, Proteinmangel im Futter oder Langeweile.
Vorbeugung: * Gedämpftes Licht: Verwenden Sie stattdessen rotes oder schwaches gelbes Licht. * Platz: Halten Sie sich an die empfohlene Besatzdichte (ca. 15–20 Tiere pro m²).
Unterhaltung: Geben Sie trockenen Sand als Eschenersatz und Nadelzweige in die Voliere.
- Eiverhaltung (Eiverbleiben)
Das Weibchen kann kein Ei legen, das im Legeraum stecken bleibt. Das Huhn sitzt aufgeplustert da, hat Atembeschwerden und wirkt apathisch.
Ursache: Kalziummangel, Vitamin-D-Mangel, Übergewicht oder zu großes Ei bei einer jungen Legehenne.
Vorbeugung: * Kalzium: Geben Sie immer zerstoßene Eierschalen oder Kalkstein ins Futter. * Vitamine: Fügen Sie dem Trinkwasser AD3E-Vitamine hinzu, insbesondere im Winter.
Hilfe: In diesem Fall kann ein warmes Bad und ein Tropfen Öl in die Kloake helfen (aber seien Sie dabei sehr vorsichtig).
- Beinprobleme (Deformitäten und Verletzungen) Wachteln haben sehr empfindliche Beine. Sie leiden häufig unter Kotknötchen an den Krallen oder mechanischen Verletzungen durch das Gitter.
Ursache: Ungeeigneter Boden (zu engmaschiges Gitter) oder mangelnde Hygiene.
Vorbeugung: * Sauberkeit: Falls sich Kotklumpen an den Zehen bilden, weichen Sie die Füße in warmem Wasser ein und entfernen Sie diese vorsichtig (andernfalls kann die Zehe absterben).
Einstreu: Verwenden Sie bei Stallhaltung ohne Lattenrost Hobelspäne (keine Sägespäne, da diese in die Augen gelangen können).
- Kokzidiose
Parasitäre Darmerkrankung, die sich durch Durchfall (manchmal blutig), Apathie und Abmagerung äußert.
Ursache: Feuchte und verschmutzte Einstreu, verunreinigtes Futter.
Vorbeugung: * Trockenheit: Kokzidien lieben Feuchtigkeit. Halten Sie die Einstreu trocken.
Essig: Geben Sie einmal wöchentlich Apfelessig ins Trinkwasser (1 Esslöffel pro 1 Liter Wasser). Dies verändert den pH-Wert im Darm und erschwert das Leben für Parasiten.
Omas „Vorbeuge-Kombi“ für Wachteln:
Um die Immunität Ihrer Wachteln ohne Chemie zu stärken, verwenden Sie diese drei Dinge:
Knoblauch: Eine zerdrückte Zehe pro Liter Wasser einmal wöchentlich (natürliches Antibiotikum).
Zwiebel: Fein gehackt ins Futter mischen (fördert die Verdauung).
Saure Milch oder Molke: Eine hervorragende Quelle für Probiotika und Proteine (nur so viel geben, wie die Wachteln sofort trinken, damit es in der Hitze nicht sauer wird).
Schnelldiagnosetabelle:
Symptom Mögliche Ursache Erste Hilfe
Blutiger Kopf Mobbing/Kannibalismus Verletztes Tier isolieren, Licht reduzieren
Verklebte Augen Zugluft/Sägemehlstaub Kamillenwasser, Einstreu wechseln
Wässriger Durchfall Schlechtes Futter/Stress Schwarzer Tee ins Tränkwasser, Diät
Weiche Schale Kalziummangel Zerkleinerte Schalen hinzufügen
Goldene Regel: Eine kranke Wachtel versucht, ihre Symptome so lange wie möglich zu verbergen (in der Natur würde ein Raubtier sie sofort fressen). Wenn Sie also sehen, dass eine Wachtel regungslos in einer Ecke steht, ist das Problem wahrscheinlich ernst und sie sollte sofort von den anderen getrennt werden.
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