Wenn Ihre Sämlinge oder ausgewachsenen Pflanzen müde aussehen, gelbe Blätter haben oder nicht wachsen, fehlt ihnen meist einer der folgenden drei Faktoren: die richtige Nährstoffversorgung, Sauerstoff an den Wurzeln oder ein unzureichendes Feuchtigkeitsverhältnis.
Hier sind drei blitzschnelle und kostengünstige Methoden, um Ihre Pflanzen mit Zutaten aus Ihrem Haushalt wieder aufzupäppeln:
- Erste Hilfe aus der Küche: Hefe-„Revitalisierer“
Hefe ist reich an B-Vitaminen und Mineralstoffen, die das Wurzelsystem anregen und die Bodenbakterien aktivieren.
Rezept: 1 Würfel frische Hefe (42 g) mit 1 Esslöffel Zucker in 1 Liter warmem Wasser verrühren. 2 Stunden gären lassen.
Anwendung: Diese Mischung in 5 Litern Wasser verdünnen. Alle 14 Tage direkt an den Wurzeln gießen. Gurken werden danach kräftig wachsen.
- Bittersalz: Für tiefgrüne Blätter
Sind die Blätter von Paprika und Tomaten blass mit grünen Adern (Chlorose), fehlt ihnen Magnesium.
Rezept: 1 Esslöffel Bittersalz auf 5 Liter Wasser.
Anwendung: Morgens oder abends direkt auf die Blätter sprühen (Blattdüngung wirkt schneller). Tomaten werden dank des Magnesiums auch süßer.
- Jodtherapie: Schutz vor Krankheiten
Jod wirkt antiseptisch und beschleunigt die Fruchtreife.
Rezept: 10–15 Tropfen handelsübliches Jod aus der Apotheke auf 10 Liter Wasser.
Anwendung: Alle zwei Wochen nach dem Gießen gießen. Dies hilft insbesondere Tomaten gegen Krautfäule.
Was tun (ohne Dünger)?
Boden auflockern: Schwache Pflanzen haben oft „erstickte“ Wurzeln in hartem Boden. Die oberste Bodenschicht um die Stängel vorsichtig auflockern, damit Luft an die Wurzeln gelangt. Überprüfen Sie die „Beine“: Entfernen Sie die unteren Blätter von Tomatenpflanzen, die den Boden berühren. Dies verbessert die Luftzirkulation und beugt Schimmelbildung vor. Richtiges Gießen: Gurken niemals mit kaltem Brunnenwasser gießen. Gurken lieben stehendes, lauwarmes Wasser – ein Kälteschock hemmt ihr Wachstum für mehrere Tage. Schnelle Diagnose anhand der Blätter:
Symptom: Was fehlt der Pflanze? Lösung:
Gelbfärbung der unteren Blätter: Stickstoff: Brennnesseltee oder Hefe.
Violettfärbung der Blätter: Phosphor (oft durch den Winter verursacht): An einen wärmeren Ort stellen, mit Asche düngen.
Trockene Blattränder: Kalium: Bananenschalentee.
Tipp für Gurken: Gurken sind „hungrige“ Pflanzen. Bei Nährstoffmangel werden die Früchte bitter oder deformiert (birnenförmig). In diesem Fall sofort Kompost oder die oben erwähnte Hefe hinzufügen.
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