Die 1950er-Jahre waren eine Ära absoluter Freiheit im Automobildesign, einer Faszination für den Weltraum und … einer völligen Missachtung der Sicherheit. Was damals als Inbegriff von Luxus und Fortschritt galt, würde heute nicht einmal die Tore eines Testgeländes passieren.
Hier sind die verrücktesten Autos dieser Ära, die heute wie Science-Fiction-Parodien wirken:
Ford Nucleon (1958) – Ein mobiles Tschernobyl
Dieses Auto ging glücklicherweise nie in Serie, aber Ford nahm es sehr ernst. Es sollte von einem kleinen Atomreaktor im Heck angetrieben werden.
Warum es heute lächerlich ist: Die Vorstellung, dass jeder Aufprall auf einem Parkplatz die Nachbarschaft radioaktiv verseuchen könnte, ist heute unvorstellbar. Absurdität: Ford ging davon aus, dass ein Auto mit einer einzigen Ladung 8.000 Kilometer zurücklegen könnte.
BMW Isetta (1955) – Ein Auto mit Türen statt Frontpartie
Die Isetta rettete BMW vor dem Bankrott, doch ihr Design ist absolut bizarr. Das Auto öffnete sich durch eine einzige Tür, die die gesamte Frontpartie bildete, inklusive Lenkrad und Armaturenbrett.
Heutiges (faktisches) Verbot: Stellen Sie sich einen Frontalzusammenstoß vor. Die Knautschzone sind die Knie, und im Falle eines Unfalls kommt man nicht aus dem Auto, weil die Tür durch ein Hindernis blockiert ist.
Zündapp Janus (1957) – Wo ist vorne und wo ist hinten?
Dieser deutsche Kleinstwagen ist nach dem zweigesichtigen römischen Gott benannt. Die vorderen Passagiere blickten zur Straße, während die hinteren Passagiere ihnen den Rücken zukehrten und aus der Heckscheibe schauten.
Absurdität: Beide Seiten des Autos sahen fast identisch aus. Wenn man sich einem Auto auf einem Parkplatz näherte, hatte man keine Ahnung, in welche Richtung es fahren würde. Sicherheit: Hinten sitzen und einem Heckaufprall ohne Kopfstütze direkt ins Auge blicken? Heute völlig inakzeptabel.
Warum sind diese Autos heute „verboten“?
Obwohl Oldtimer legal an Rallyes teilnehmen dürfen, würden die aktuellen Homologationsbestimmungen ihren Verkauf aus drei Hauptgründen verbieten:
Ein Element der 1950er-Jahre. Heutige Ansicht.
Scharfe Heckflossen und Verzierungen. Das aktuelle Verbot beruht auf dem Fußgängerschutz (sie wirkten bei einem Zusammenstoß wie Schwerter).
Feste Lenksäule. Im Falle eines Unfalls zog sie sich nicht zurück, sondern durchbohrte den Fahrer (die sogenannte Lanze).
Keine Sicherheitsgurte oder Armlehnen. In den 1950er-Jahren glaubte man, es sei besser, aus dem Auto „geschleudert“ zu werden, als darin zu bleiben.
Messerschmitt KR200 – Cockpit eines Kampfjets
Da Messerschmitt nach dem Krieg keine Flugzeuge mehr bauen konnte, begann das Unternehmen mit der Produktion von Dreirädern. Der Fahrer saß unter einer transparenten Plexiglaskuppel, die sich seitlich kippen ließ, genau wie in einem Kampfjet-Cockpit.
Problem: Im Sommer wurde das Auto regelrecht heiß (Treibhauseffekt), und wenn man umkippte, war man darin gefangen.
Wissenswertes: In den 1950er-Jahren experimentierten die Amerikaner mit Autos, die statt mit Lenkrad mit Joysticks ausgestattet waren. Ingenieure hielten das Lenkrad für veraltet. Man entdeckte jedoch, dass das menschliche Gehirn in einer Notsituation intuitiv zum Lenkrad greift, nicht zum Hebel.
Welches dieser Autos findest du am verrücktesten? Wenn du möchtest, kann ich dir die Innenausstattung dieser Autos beschreiben, wo Aschenbecher wichtiger waren als Airbags!