Jeder Gartenbesitzer kennt das Problem: kleine Löcher im Boden, die oft ganz plötzlich auftauchen. Was tun, wenn Sie welche entdecken?

Kleine Löcher im Garten sind wie Detektivgeschichten – ihre Form, Lage und Umgebung verraten Ihnen, wer der ungebetene Gast ist. Manche sind harmlos, andere deuten auf eine Gefahr für Ihre Pflanzen hin.

Hier ist ein Leitfaden zur „Gartenarchäologie“, der Ihnen weiterhilft:

🔍 Identifizierung: Wer hat das Loch gebohrt?

  1. Ein perfekt rundes Loch ohne Erdhügel (1–3 cm Durchmesser)
    Der Übeltäter: Wildbienen oder Wespen.
    Was tun? Nichts. Diese Bienen sind friedlich und wichtige Bestäuber. Die Löcher verschwinden nach einigen Wochen von selbst. Wenn Sie Wespen in der Nähe sehen, jagen auch diese Schädlinge. Seien Sie dankbar für ihre Hilfe.
  2. Ein Loch mit einem kleinen Kamin oder einem Hügel aus feiner Erde
    Verursacher: Regenwürmer.


    Was tun? Freuen Sie sich! Diese Löcher sind ein Zeichen für sehr gesunden und fruchtbaren Boden. Regenwürmer lockern und düngen den Boden. Harken Sie die Erdhügel einfach leicht auf.
  3. Ein größeres Loch (5 cm oder mehr Durchmesser) mit einem sichtbaren Tunnel
    Verursacher: Wasserratte oder Ratte.
    Was tun? Vorsicht! Wenn sich in der Nähe angenagte Baumwurzeln oder fehlendes Gemüse befinden, handelt es sich wahrscheinlich um eine Wasserratte. Geruchsabweisende Mittel (z. B. ein in Essig getränkter Lappen) oder Ultraschallgeräte können hier helfen. Befindet sich das Loch in der Nähe von Müll oder Kompost, könnte es sich um eine Ratte handeln – dann sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.

  4. Kleine Löcher im Rasen (wie von einem Bleistift hineingesteckt)
    Verursacher: Vögel (z. B. Drosseln).
    Was tun? Beobachten Sie den Rasen. Vögel entfernen die Larven von Graskäfern (Pandravy), die die Graswurzeln fressen. Sie pflegen Ihren Rasen also quasi kostenlos.

🛠️ Was tun, wenn Sie sich nicht sicher sind? (Mehl-Trick)
Um herauszufinden, ob und von wem ein Loch bewohnt ist, verwenden Sie den „Mehl-Test“:

Streuen Sie abends eine dünne Schicht Mehl um das Loch.
Überprüfen Sie es am Morgen auf Spuren.
Krallen und Schwanz: Nagetier.
Schleimige Spur: Schnecke (dann müssen Sie die Setzlinge schützen).
Keine Spuren: Das Loch ist verlassen oder gehört Insekten.

⚠️ Wann sollten Sie sich Sorgen machen?
Wenn Sie Löcher in der Nähe des Fundaments Ihres Hauses oder unter Ihrer Terrasse entdecken, könnten Nagetiere die Bausubstanz untergraben. Füllen Sie das Loch in diesem Fall nicht einfach zu (die Nager graben es wieder aus), sondern verwenden Sie eine Mischung aus Schotter und Erde oder Stahlwolle, die Nagetiere nicht durchbeißen können.

Kurzübersicht:
Aussehen des Lochs | Wahrscheinlicher Bewohner | Handlung
Kleines Loch ohne Lehm | Solitärbiene | In Ruhe lassen (sie ist nützlich)
Loch mit Loch | Regenwurm | Genießt den fruchtbaren Boden
Tunnel ohne Loch | Maulwurf/Wühlmaus | Mit Geruch vertreiben (z. B. Knoblauch)
Großes Loch (ohne Loch) | Maulwurf | Mit Geräuschen fangen oder vertreiben
Haben Sie in der Nähe der Löcher verwelkte Pflanzen bemerkt, die sich leicht aus der Erde ziehen lassen? Falls ja, kann ich Ihnen ein spezielles Rezept für eine selbstgemachte Mischung empfehlen, die Maulwürfe ohne Chemikalien vertreibt.

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