Styropor in kochendes Wasser geben und etwas entdecken, das nur wenige wissen (Sie werden es nie wieder wegwerfen)

Diese Überschrift klingt wie ein typischer Internet-„Mythos“, der Aufmerksamkeit erregen soll. Als ehrlicher Freund sage ich Ihnen gleich die Wahrheit: Vorsicht! Styropor gehört wirklich nur in Ausnahmefällen und mit größter Vorsicht in kochendes Wasser, da es bei hohen Temperaturen schädliche Substanzen (Styrol) freisetzen kann. Es gibt jedoch einen praktischen DIY-Trick, mit dem Heimwerker diesen Abfall recyceln können.

Worum geht es bei diesem „Trick“ eigentlich?

Es geht nicht darum, Styropor zu kochen (das wäre eine Katastrophe!), sondern darum, sein Volumen zu reduzieren und es in Form zu bringen.

  1. Extremes Recycling (Volumenreduzierung)

Wenn Sie zu Hause einen Haufen Styropor von Elektronikverpackungen haben, nimmt dieser die Hälfte des Platzes im Mülleimer ein.

Was passiert: Styropor besteht zu 98 % aus Luft. Kochendes Wasser (oder heiße Luft) lässt die Luftblasen entweichen und das Material schrumpfen.

Das Ergebnis: Ein riesiges Stück Styropor schrumpft zu einer kleinen, harten Plastikkugel. So können Sie eine Garage voller Kram in einem kleinen Beutel verstauen.

  1. „Selbstgemachtes Plastik“ für Reparaturen herstellen
    Wenn Styropor in einer heißen Umgebung weich wird (das Wasser dient als sicheres Wärmeleitmedium, ohne es zu verbrennen), wird es zu einer formbaren Masse.

Tipp: Manche Heimwerker verwenden diese weiche Masse, um Löcher im Mauerwerk zu füllen oder als improvisiertes Dichtmittel, das beim Abkühlen steinhart aushärtet.
Besserer Trick: Styroporkleber (ohne kochendes Wasser)
Wenn Sie Styropor nie wieder wegwerfen wollen, ist kochendes Wasser nicht die richtige Methode. Versuchen Sie es stattdessen mit Aceton.

Gießen Sie etwas Aceton (Verdünner) in ein Glasgefäß.
Werfen Sie die Styroporstücke hinein. Sie werden wie von Zauberhand verschwinden. Es bildet sich eine dicke, klebrige Masse.
Anwendung: Es handelt sich um einen extrem starken, wasserfesten Klebstoff und Dichtstoff für Holz, Metall oder Beton. Nach dem Verdunsten des Acetons bleibt nur sauberer, harter Kunststoff zurück.
Vergleich: Kochendes Wasser vs. Aceton

Methode Ergebnis Hauptrisiko
Kochendes Wasser Volumenreduktion, Erweichung. Dämpfe: Bei 100 °C werden Mikroplastikpartikel ins Wasser freigesetzt.
Aceton Flüssigkleber/Lack. Entflammbarkeit: Aufgrund der Dämpfe muss die Arbeit im Freien durchgeführt werden.

⚠️ Sicherheitshinweis (Wichtig!)
Wenn Sie mit heißem Polystyrol experimentieren möchten:

Verwenden Sie dafür niemals einen Topf, in dem Sie Lebensmittel kochen. Sorgen Sie für gute Belüftung. Die Dämpfe von erhitztem Polystyrol sind giftig und sollten nicht eingeatmet werden. Vorsicht vor Verbrennungen. Erweichtes Polystyrol klebt wie heißes Wachs an der Haut.
Meine Beobachtung: Die meisten Videos mit kochendem Wasser sind nur optisch ansprechende „Köder“. Wenn Sie unbedingt Styropor verwenden möchten, stellen Sie den oben erwähnten Kleber daraus mit Aceton her – er ist im Haushalt sehr nützlich.

Möchten Sie wissen, wie man mit diesem selbstgemachten Kleber eine gerissene Dachrinne oder ein undichtes Dach reparieren kann?

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