Schluss mit der Dramatik! Wer jetzt erwartet, dass Ärzte Blumenkohl als geheimes Gift oder Ursache einer globalen Verschwörung entlarven, den muss ich leider enttäuschen.
Diese typischen Clickbait-Schlagzeilen wollen Angst machen, aber die Realität ist viel harmloser. Blumenkohl ist ein Superfood, hat aber zwei kleine „Aber“, die Ärzte tatsächlich erwähnen:
- „Blumenkohl verursacht Blähungen“ (Flatulenz). Das ist der größte „Skandal“. Blumenkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und enthält komplexe Kohlenhydrate (Raffinose), die unser Körper nicht vollständig abbauen kann.
Was passiert? Die Bakterien in unserem Darm beginnen, diese zu fermentieren, und das Ergebnis ist… nun ja, peinliche Situationen und ein aufgeblähter Bauch.
Lösung: Geben Sie Kreuzkümmel, Fenchel oder Ingwer zu Ihren Gerichten. Es wird Ihre Verdauung deutlich fördern.
- „Verursacht Blumenkohl Schilddrüsenprobleme?“ (Strumigens)
Hier ist ein Körnchen Wahrheit für eine kleine Gruppe von Menschen. Blumenkohl enthält sogenannte Goitrogene, die die Jodaufnahme beeinträchtigen können.
Fakt ist: Man müsste täglich kiloweise rohen Blumenkohl essen, damit er einem gesunden Menschen schadet.
Lösung: Durch Kochen (Dämpfen, Kochen) werden diese Substanzen fast vollständig inaktiviert.
Warum sollte man ihn trotzdem essen? Sofern Sie nicht aufgrund von Nierensteinen (verursacht durch Oxalate) oder einer schweren Schilddrüsenerkrankung eine strenge Diät einhalten müssen, ist Blumenkohl sehr gesund:
Vitamin C: Eine Portion deckt fast den gesamten Tagesbedarf.
Sulforaphan: Eine Verbindung, deren starke krebshemmende Wirkung erforscht wird.
Gewichtsverlust: Er ist kalorienarm und sättigt dank seiner Ballaststoffe. Interessant: Blumenkohl ist im Grunde eine noch nicht aufgeblühte „Blume“. Wir essen sogar die unentwickelten Knospen!
Möchten Sie klassisch gebratenen Blumenkohl bevorzugen oder soll ich Ihnen Tipps geben, wie man daraus einen modernen und gesunden „Reis“ oder Pizzateig macht?