Viele Menschen wissen nicht, was ein Taubheitsgefühl in den Händen bedeutet.

Sie haben Recht, Taubheit (medizinisch Parästhesie) wird oft fälschlicherweise mit Müdigkeit oder Ungeschicklichkeit gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich um eine sehr spezifische Empfindung, die uns der Körper als Warnsignal sendet.

Die meisten Menschen beschreiben es als Kribbeln oder das Gefühl, als sei die Hand eingeschlafen. Aber was passiert wirklich im Körper?

Was steckt hinter dem Taubheitsgefühl?

Dieses Gefühl deutet in der Regel nicht auf ein Problem im Blut hin (wie oft angenommen wird), sondern auf eine Störung der Nervenkommunikation. Stellen Sie sich Nerven wie elektrische Kabel vor – wenn sie irgendwo eingeklemmt oder beschädigt werden, wird das Signal zum Gehirn gestört.

Hier sind die häufigsten, aber weniger bekannten Ursachen:

Kompressionssyndrome (Karpaltunnelsyndrom): Die häufigste Ursache. Der Nerv im Handgelenk ist eingeklemmt, was zu Kribbeln in Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger führt. Dies tritt häufig nachts auf.

Probleme der Halswirbelsäule: Bei einem eingeklemmten Nerv in der Halswirbelsäule spürt man die Taubheit nicht im Nacken, sondern der Schmerz strahlt bis in die Fingerspitzen aus.

Mineralstoffmangel: Häufig liegt die Ursache in einem niedrigen Magnesium- oder B-Vitamin-Spiegel (insbesondere Vitamin B12), die für die ordnungsgemäße Isolierung der Nervenfasern wichtig sind.

Diabetes (diabetische Neuropathie): Langfristig erhöhter Blutzucker kann die kleinen Nerven in den Extremitäten schleichend schädigen.

Wann ist es ernst?

Normalerweise reicht es, den Arm zu strecken, aber es gibt Situationen, die Aufmerksamkeit erfordern:

Symptom – Was es bedeuten kann:

Plötzliche Taubheit der linken Hand + Druckgefühl in der Brust – Vorsicht vor einem Herzinfarkt!

Taubheit auf einer Körperseite + Sprachschwierigkeiten – Sofortiges Warnzeichen für einen Schlaganfall! Anhaltendes Kribbeln kann auf eine chronische Nervenkompression oder ein neurologisches Problem hindeuten.

Einfacher Test: Kribbeln Ihre Hände beim Arbeiten am Computer oder abends? Achten Sie auf Ihre Handgelenkshaltung. Oftmals reichen schon eine ergonomische Matte oder die Einnahme von Magnesium und Vitamin B aus, um das Kribbeln zu lindern.

Verspüren Sie dieses Gefühl verstärkt bei bestimmten Aktivitäten oder möchten Sie wissen, wie Sie es durch Sport verhindern können?

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