Hier geht es aller Wahrscheinlichkeit nach um den Löwenzahn (Taraxacum officinale) – oder den ebenfalls extrem wertvollen Breitwegerich (Plantago major), die beide sprichwörtlich auf fast jedem Rasen zertreten werden.
Der Löwenzahn gilt in der Pflanzenheilkunde tatsächlich als eines der kraftvollsten heimischen Heilkräuter für die Leber und Galle. Dennoch gilt auch hier: Ein Kraut ist ein fantastisches Naturheilmittel zur Unterstützung, aber kein medizinisches Wundermittel, das Organe isoliert „reinigst“.
Warum Löwenzahn ein Star für die Leber ist
- Bitterstoffe (Taraxacin): Regung der Produktion von Magensaft und Gallensekret an. Das erleichtert die Fettverdauung und entlastet die Leber.
- Cholin: Dieser enthaltene Stoff unterstützt den Fettstoffwechsel in der Leber und hilft, einer Fettleber vorzubeugen.
- Harntreibende Wirkung: Unterstützt die Nieren dabei, Stoffwechselabbauprodukte über den Urin auszuscheiden (ohne dem Körper dabei Kalium zu entziehen, da Löwenzahn selbst reich an Kalium ist).
Wie man Löwenzahn richtig nutzt
Anders als der zuckerhaltige Löwenzahnsirup enthalten die bitteren Teile der Pflanze die meiste Heilkraft:
| Darreichungsform | Zubereitung & Anwendung | Wirkung |
| Löwenzahnwurzel-Tee | 1 TL getrocknete Wurzel in 250 ml kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, 10 Min. ziehen lassen. | Stärkste Wirkung auf Leber und Galle (ideal als Kur für 3–4 Wochen). |
| Frische Blätter (Salat) | Junge Blätter im Frühjahr pflücken und feingeschnitten unter den Salat mischen. | Regt die Verdauung an, spendet Vitamine (A, C, K) und Mineralstoffe. |
| Frischpflanzensaft | Aus frischen Blättern und Wurzeln gepresst (gibt es auch im Reformhaus). | Intensivste Form zur Anregung des Stoffwechsels. |