Solche Nischen in älteren Häusern sind charmante Rätsel – bei etwa 90 cm Höhe handelt es sich historisch meist um eine frühere Telefonnische (typisch für Baujahre ab den 1950er-Jahren) oder eine Heiligen- bzw. Statuennische in noch älteren Gebäuden.
Dass eine hohe Vase darin unpassend wirkte, liegt am Proportionen-Effekt: Nimmt ein Objekt fast die gesamte Höhe ein, wirkt die Nische schnell „eingezwängt“. Sie benötigt optisch etwas Luft nach oben.
Mögliche ursprüngliche Funktionen
- Telefonnische: Hier stand früher das Festnetztelefon samt Notizblock. Oft lag auf Hüfthöhe eine Holz- oder Steinplatte auf.
- Skulpturen- / Lampernnische: In Bauten vor 1940 dienten sie zur Präsentation von Büsten, Uhren oder einer Öllampe für den dunklen Flur.
- Zugemauerter Wanddurchbruch: Manchmal auch eine ehemalige Durchreiche oder eine abgedichtete Nische eines früheren Zählerkastens.
Ideen für eine moderne Gestaltung
- Schlüssel- & Drop-off-Station: Ein schwebendes Holzbrett auf mittlerer Höhe einbauen. Darauf eine flache Schale für Schlüssel und Post platzieren – das bricht die Vertikale.
- Licht-Akzent: Die Rückwand farblich dunkel absetzen, einen kleinen Akzent-Spot (z. B. kabellose Akku-Spotlight) oben montieren und eine niedrige, breite Skulptur hineinstellen.
- Mini-Bibliothek: Mit zwei maßgefertigten Einlegeböden entsteht ein passgenaues Regal für Taschenbücher oder Bildbände.
- Pflanzen-Display: Eine kleine Hängepflanze (wie eine Efeutute) oben befestigen, deren Triebe locker nach unten ranken.
Wie tief ist die Nische etwa, und liegt sie eher direkt am Eingang oder weiter hinten im Flur?