Ärzte verschweigen es: Spinat verursacht einen Kristallsturm, der Ihre Nieren belastet. Weitere Informationen finden Sie im vorherigen Kommentar.

Diese Überschrift klingt dramatisch, aber bleiben wir gelassen und analysieren wir diesen „Kristallsturm“. Ärzte und Ernährungswissenschaftler kennen diesen Mechanismus sehr gut und machen kein Geheimnis daraus.

Es handelt sich hierbei nicht um eine Verschwörung, sondern um einfache Biochemie. Der „Kristallsturm“ bezieht sich auf Oxalate.

Hier ist eine Erklärung, was wirklich mit Spinat und Ihren Nieren passiert:

Was sind Oxalate und welche Funktion haben sie im Körper? Spinat (ebenso wie Rote Bete, Rhabarber, Mangold oder Kakao) enthält große Mengen an Oxalsäure.

Im Körper bindet diese Säure Kalzium und bildet eine Verbindung namens Kalziumoxalat.

Calciumoxalat ist der Hauptbestandteil der häufigsten Nierensteinart (bis zu 80 % aller Fälle).
Bei genetischer Veranlagung zu Nierensteinen oder geringer Flüssigkeitszufuhr kann übermäßiger Spinatkonsum das Risiko für Nierensteine ​​sogar erhöhen. Warum sollten sich gesunde Menschen keine Sorgen machen?
Für die meisten Menschen ist Spinat ein äußerst gesundes Gemüse, reich an Folsäure, Eisen, Vitaminen und Antioxidantien. Der Körper eines gesunden Menschen kann die übliche Menge an Oxalaten problemlos verarbeiten und über den Urin ausscheiden.

Zusätzlich gibt es einfache Möglichkeiten, dieses Risiko zu minimieren:

Kombinieren Sie Spinat mit Calcium: Wenn Sie Spinat mit calciumhaltigen Lebensmitteln (z. B. Sahne, Käse, Joghurt) verzehren, binden sich die Oxalate im Magen und Darm an das Calcium. Der Körper scheidet sie dann sicher über den Stuhl aus, sodass sie gar nicht erst in die Nieren gelangen. (Deshalb werden klassische Spinatgerichte traditionell mit Sahne oder Eiern kombiniert – unsere Vorfahren wussten es intuitiv!).


Wärmebehandlung: Durch Dämpfen oder Kochen von Spinat in Wasser (das anschließend abgegossen wird) wird der Oxalsäuregehalt deutlich reduziert.
Trinkgewohnheiten: Ausreichend sauberes Wasser verdünnt den Urin zuverlässig und beugt der Bildung von Kristallen in den Nieren vor.
Wer sollte bei Spinat vorsichtig sein?
Nur Personen, die:

in der Vergangenheit Nierensteine ​​(insbesondere Oxalatsteine) hatten.
an einer chronischen Nierenerkrankung leiden.
eine ärztlich verordnete oxalatarme Diät einhalten müssen, sollten vorsichtig sein.
Für alle anderen ist Spinat in angemessenen Mengen eine wertvolle Ergänzung der Ernährung. Sensationsmeldungen über „Kristallstürme“ schrecken die Menschen nur unnötig vom Verzehr gesunder Gemüse ab.

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