Bei diesem im Gartenbau oft beschworenen „Unkraut“ handelt es sich meist um den Gemüse-Portulak (Portulaca oleracea) – dicht gefolgt von der Vogelmiere (Stellaria media). Both gelten unter Gärtnern und Selbstversorgern als extrem wertvolle Zeiger- und Nutzpflanzen.
Warum der Portulak als „Goldgrube“ gilt
- Superfood im Beet: Portulak enthält mehr Omega-3-Fettsäuren als fast jede andere Blattpflanze, dazu reichlich Vitamin C, Magnesium und Kalium. Er schmeckt leicht nussig-säuerlich und eignet sich hervorragend für Salate.
- Lebender Mulch: Die Pflanze wächst flach am Boden und bildet einen dichten Teppich. Dadurch schützt sie die Erde vor dem Austrocknen und verhindert Erosion, ohne Tiefwurzlern die Nährstoffe wegzunehmen.
- Bodenindikator: Wo Portulak freiwillig wächst, ist der Boden humusreich, locker und gut durchlüftet.
Weitere Kandidaten mit „Goldgruben“-Status
| Pflanze | Warum man sie nicht niedertrampeln sollte | Nutzen im Garten & Küche |
| Vogelmiere | Zeigt perfekte Stickstoffwerte im Boden an; bildet im Frühjahr und Herbst einen Kälteschutz für Bodenbakterien. | Schmeckt frisch nach jungen Erbsen; enthält doppelt so viel Calcium wie Spinat. |
| Breitwegerich | Wächst oft auf verdichteten Wegen und bricht harte Böden für nachfolgende Pflanzen auf. | Gilt als „Wiesen-Pflaster“: Zerriebene Blätter lindern sofort den Schmerz bei Insektenstichen. |
| Gundermann | Schützt den Boden unter Hecken vor Austrocknung und zieht Nützlinge wie Wildbienen an. | Altes Heilkraut; eignet sich als würziges Küchenkraut. |