Fast jeder hat diese alte Sorte vergessen: Diese Äpfel gibt es nicht mehr im Handel!

Große Supermärkte und der moderne Vertrieb legen Wert auf Transportbeständigkeit, Haltbarkeit und einheitliches Aussehen – Aroma und Geschmack gehen dabei oft zu kurz. So sind Hunderte traditioneller und historischer Sorten in Vergessenheit geraten.

Zu den wichtigsten alten Sorten (vor allem auf der Iberischen Halbinsel und in Europa) zählen:

Bravo de Esmolfe: Einer der bekanntesten traditionellen portugiesischen Äpfel, der sich durch sein intensives blumiges Aroma, sein weiches Fruchtfleisch und sein einzigartiges Gleichgewicht zwischen Süße und Säure auszeichnet.

Camuesa (z. B. aus Sintra): Eine sehr alte Sorte mit leicht abgeflachter Form, fester Schale und einem rustikalen, duftenden Geschmack.

Casa Nova: Typisch für Hochlagen und traditionelle Anbaugebiete, hoch geschätzt für seine natürliche Haltbarkeit ohne industrielle Behandlung.

Malapio und Pipas: Kleinere Äpfel, extrem aromatisch und mit festem Fruchtfleisch, die früher im Herbst sehr beliebt zum Frischverzehr waren.

Reineta Parda Tradicional: Obwohl die Sorte Reineta weiterhin im Handel erhältlich ist, weisen ältere Sorten eine ausgesprochen raue Schale auf, die eine breite Verbreitung erschwert. Ihr Fruchtfleisch ist jedoch nach wie vor dicht und unübertroffen und eignet sich hervorragend zum Backen.
Warum sind diese Sorten aus den Regalen verschwunden?

Empfindliche Schale: Viele Sorten haben eine dünne Schale und werden beim Transport großer Mengen leicht beschädigt. Nicht standardisiertes Aussehen: Unregelmäßige Formen, natürliche Schönheitsfehler auf der Schale und ungleichmäßige Größen entsprechen nicht den optischen Standards großer Supermarktketten. Unregelmäßige Reife: Ältere Bäume tragen nicht immer alle Früchte gleichzeitig, sodass eine schrittweise Ernte von Hand erforderlich ist. Heutzutage findet man diese Äpfel nur noch auf Wochenmärkten lokaler Erzeuger, regionalen Herbstfesten oder durch die Erhaltung von Bäumen in Baumschulen, die sich auf traditionelle Obstbäume spezialisiert haben.

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