Kohl ist gesund, aber diese Personengruppen sollten ihn auf keinen Fall essen.

Kohl ist zweifellos ein Superfood voller Vitamin C, Ballaststoffe und Probiotika (in der fermentierten Variante). Es gibt jedoch einige Personengruppen, für die er erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen oder unangenehme Komplikationen hervorrufen kann:

  1. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose)
    Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und enthält sogenannte Goitrogene (thyreostatische Substanzen). Diese Verbindungen können die Jodaufnahme blockieren und die Produktion von Schilddrüsenhormonen stören.

Risiko: Roher Kohl oder Kohlsaft in großen Mengen können eine Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern. Durch Erhitzen werden diese Substanzen teilweise abgebaut.

  1. Patienten, die Blutverdünner (Warfarin) einnehmen
    Kohl ist sehr reich an Vitamin K, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt.

Risiko: Eine plötzliche, hohe Vitamin-K-Zufuhr kann Wechselwirkungen mit Medikamenten wie Warfarin hervorrufen und zu Blutgerinnseln führen. Personen, die dieses Medikament einnehmen, sollten auf eine stabile tägliche Vitamin-K-Zufuhr achten und plötzliche „Kohlkuren“ vermeiden.

  1. Personen mit Bluthochdruck und Nierenerkrankungen (bei Sauerkraut): Roher Kohl ist unbedenklich, die saure/fermentierte Variante enthält jedoch aufgrund des Einlegeprozesses viel Natrium (Salz).

Risiko: Zu viel Salz führt zu Wassereinlagerungen im Körper, erhöht den Blutdruck und belastet die Nieren.

  1. Personen mit Reizdarmsyndrom (RDS) und starken Blähungen: Kohl enthält Raffinose (einen komplexen Zucker) und viele Ballaststoffe. Der menschliche Körper verdaut Raffinose im Dickdarm mithilfe von Bakterien.

Risiko: Bei empfindlichen Personen kann Kohl starke Blähungen, schmerzhafte Bauchkrämpfe, übermäßige Gasbildung oder Durchfall verursachen.

  1. Personen mit ballaststoffarmer oder ballaststofffreier Ernährung
    Patienten nach Darm- oder Gallenblasenoperationen sowie Personen mit einem akuten Schub von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa dürfen keine schwer verdaulichen und blähenden Gemüsesorten verzehren.

Risiko: Ballaststoffe und mechanische Reizung können den Verdauungstrakt schädigen oder stark reizen.

Tipp: Wenn Sie nicht an den oben genannten Erkrankungen leiden, Kohl aber dennoch Magenbeschwerden haben, versuchen Sie, ihn beim Kochen mit Kreuzkümmel zu würzen oder Bohnenkraut hinzuzufügen – diese Kräuter können Blähungen reduzieren.

Leave a Comment