Glaskeramikkochfelder (oft zusammenfassend als Ceranfelder bezeichnet) sind robust, reagieren jedoch empfindlich auf falsche Handhabung, falsche Reinigungsmittel und thermische Belastungen. Um Schäden wie Kratzer, Risse oder bleibende Flecken zu vermeiden, sollten Sie diese Angewohnheiten ablegen:
1. Zucker oder zuckerhaltige Speisen einbrennen lassen
- Das Problem: Wenn Zucker, Marmelade, Karramell oder Milch überkochen, schmilzt der Zucker und verbindet sich beim Erhitzen auf molekularer Ebene mit der Glasoberfläche.
- Die Gefahr: Beim Abkühlen zieht sich der Zucker zusammen und kann kleine Stücke aus der Glasoberfläche herausbrechen (sogenannter Lochfraß).
- Richtig handeln: Zuckerhaltige Rückstände sofort im heißen Zustand mit einem speziellen Kochfeldschaber vorsichtig entfernen.
2. Töpfe und Pfannen über die Glasfläche schieben
- Das Problem: Kleinste Sandkörner, Salz- oder Pfefferkörner unter dem Topfboden wirken auf Glas wie Schmirgelpapier.
- Die Gefahr: Es entstehen tiefe, irreparable Kratzer in der Oberfläche.
- Richtig handeln: Geschirr beim Umsetzen immer anheben, niemals schleifen.
3. Töpfe mit ungeeignetem oder beschädigtem Boden nutzen
- Das Problem: Raues Gusseisen, unbeschichtetes Ton- Geschirr oder verformte/verschmutzte Pfannenböden übertragen die Hitze ungleichmäßig und beschädigen das Glas.
- Die Gefahr: Unregelmäßige Hitzeverteilung und mechanische Kratzer.
- Richtig handeln: Nutzen Sie Töpfe mit glattem, planem Boden und reinigen Sie vor dem Kochen stets die Unterseite des Kochgeschirrs.
4. Das Kochfeld als Schneidebrett oder Arbeitsfläche missbrauchen
- Das Problem: Das Abstellen von harten Gegenständen, Einkäufen oder das Schneiden direkt auf dem Glas erhöht das Risiko von Punktbelastungen.
- Die Gefahr: Fällt ein harter Gegenstand (z. B. ein Gewürzglas oder eine schwere Pfanne) unglücklich auf die Kante oder Fläche, kann das Glas springen.
5. Kalte Flüssigkeiten auf die heiße Kochzone gießen
- Das Problem: Extreme, schlagartige Temperaturunterschiede (Thermoshock).
- Die Gefahr: Obwohl Glaskeramik hitzebeständig ist, kann es bei extremen Temperatursprüngen – z. B. wenn eis kaltes Wasser auf eine glühend heiße Zone trifft – zu Spannungsrissen im Glas kommen.
6. Mit Scheuermilch, Stahlwolle oder aggressiven Allzweckreinigern putzen
- Das Problem: Abrasive Reinigungsmittel oder Scheuerschwämme greifen die Schutzschicht und die Oberfläche des Glases an.
- Die Gefahr: Das Glas wird stumpf, matt und nimmt zukünftigen Schmutz noch schneller auf.
- Richtig handeln: Nutzen Sie ausschließlich spezielle Glaskeramik-Reiniger, Mikrofasertücher und den Metall-Kochfeldschaber.
7. Das Kochfeld reinigen, solange es noch glühend heiß ist
- Das Problem: Das Auftragen von Reinigungsmitteln auf eine noch sehr heiße Zone lässt die Mittel sofort einbrennen.
- Die Gefahr: Es bilden sich schimmernde, regenbogenfarbene Verfärbungen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.
- Exception: Nur eingebrannter Zucker muss sofort im heißen Zustand abgeschabt werden.
8. Nasse Töpfe auf die heiße Herdplatte stellen
- Das Problem: Feuchtigkeit unter dem Topfboden kocht schlagartig ein und schließt Luftschichten ein.
- Die Gefahr: Es entstehen hartnäckige Kalk- und Wasserflecken, die sich tief in die Poren einbrennen und das Material angreifen können.
9. Leeres Kochgeschirr auf höchster Stufe stehen lassen
- Das Problem: Ohne Inhalt (Öl, Wasser, Lebensmittel) überhitzt der Boden von Töpfen und Pfannen innerhalb weniger Minuten extrem schnell.
- Die Gefahr: Bei extrem hohen Temperaturen kann sich das Material des Topfbodens verziehen oder im schlimmsten Fall mit der Glaskeramik verschmelzen.