Roter Faden am Handgelenk: Wir erklären, warum ihn so viele tragen und wie man ihn richtig anlegt

Der rote Faden am Handgelenk ist zu einem der weltweit verbreitetsten Amulette geworden. Er wird von berühmten Persönlichkeiten, Sportlern und Menschen aus unserem Alltag getragen. Obwohl er für viele nur ein modisches Accessoire ist, sind seine Geschichte und Bedeutung tief in spirituellen Traditionen verwurzelt.

Schauen wir uns an, woher dieser Brauch stammt, was er symbolisiert und wie man ihn richtig trägt.

  1. Ursprung und Bedeutung des roten Fadens
    Der rote Faden taucht in verschiedenen Kulturen und Religionen auf, die ihm jeweils eine etwas andere Bedeutung zuschreiben:

Kabbala (Jüdische Mystik): Die bekannteste Bedeutung stammt aus der Kabbala. Der Faden wird mit dem Grab der Ahnin Rachel in Verbindung gebracht, die als Symbol für Liebe, Schutz und mütterliche Hingabe gilt. Er wird als Schutz vor dem „bösen Blick“ (bösen Wünschen, Neid und negativer Energie anderer) getragen.

Buddhismus und Hinduismus: In diesen Traditionen wird der rote (oder heilige) Faden beispielsweise Kalava oder Jani genannt. Er symbolisiert Segen, spirituelle Reinheit, Schutz und die Verbindung zum Göttlichen. Er wird oft bei religiösen Zeremonien und Ehrungen umgebunden.
Slawische Folklore: In der Volksmedizin wurde rote Wolle um Handgelenke oder Knöchel gebunden, um vor Hexerei und Krankheiten zu schützen, die Durchblutung zu verbessern oder Gelenkschmerzen zu lindern.

  1. An welcher Hand sollte der Faden getragen werden?
    Die Hand, an der Sie den Faden tragen, bestimmt, welche Energie Sie anziehen:

Linke Hand (Empfangende Seite): Die traditionelle Wahl zum Schutz. In spirituellen Lehren gilt die linke Körperseite als „empfangend“ – Energie aus der Außenwelt fließt durch sie in Körper und Seele. Der rote Faden am linken Handgelenk wirkt wie ein Schutzschild, der negative Energie, Neid und Flüche einfängt und abwehrt, bevor sie Ihnen schaden können.
Rechte Hand (Gebende Seite): Die rechte Seite gilt als „gebend“ und aktiv.

Es wird hier häufiger in einigen östlichen Traditionen getragen (z. B. von unverheirateten Frauen im Hinduismus) oder wenn man Glück, Erfolg und Wohlstand anziehen und positive Energie ausstrahlen möchte.

  1. Wie bindet man es richtig?
    Damit der Faden seine Wirkung als Amulett entfalten kann, empfiehlt es sich, einige einfache Schritte zu befolgen:

Material: Der Faden sollte aus reiner Naturwolle bestehen. Wolle besitzt in der Mythologie und Heilkunde besondere schützende Eigenschaften.
Wer sollte ihn binden? Der Faden sollte nicht von jemandem gebunden werden, dem Sie misstrauen. Ideal ist es, wenn ihn eine Ihnen nahestehende Person bindet, die Sie aufrichtig liebt und Ihnen nur das Beste wünscht (Partner/in, Mutter, beste/r Freund/in).
Sieben Knoten: Beim Binden werden üblicherweise sieben Knoten gemacht. Jeder Knoten symbolisiert eine spirituelle Dimension oder einen Wunsch. Während des Bindens sollten Sie (und die Person, die den Faden bindet) sich innerlich Schutz, Gesundheit und Frieden wünschen oder ein kurzes Gebet oder Mantra sprechen.

  1. Was tun, wenn der Faden reißt oder verloren geht?

Wenn der rote Faden reißt, sich löst oder von selbst verloren geht, besteht kein Grund zur Panik.

Was es bedeutet: Der Überlieferung nach bedeutet dies, dass der Faden seine Aufgabe erfüllt hat – er hat negative Energie absorbiert, bis er seine Kapazität erreicht hatte, oder er hat dich gerade vor einem starken negativen Energieeinfluss geschützt.

Wenn du den Faden gerissen vorfindest, klebe ihn nicht und versuche nicht, ihn neu zu verknoten. Bedanke dich für seinen Schutz und entsorge ihn sicher (oder verbrenne oder vergrabe ihn). Du kannst, wenn du möchtest, einen neuen Faden knüpfen

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