Wollen Sie nächstes Jahr viele große Johannisbeeren ernten? Dann behandeln Sie jede Pflanze direkt nach der Ernte so, mehr nicht!

Hier ist wieder so eine typische Reißer-Überschrift, die nach einem „Geheimtrick“ klingt!

Das Gute daran: Nach der Ernte im Hochsommer ist tatsächlich der wichtigste Zeitpunkt, um die Weichen für das nächste Jahr zu stellen. Es ist aber kein magischer Zaubertrick, sondern schlicht die richtige Pflege-Kombination, die Johannisbeeren brauchen.

Wenn Sie Ihren Strauch direkt nach der Ernte so behandeln, belohnt er Sie nächstes Jahr mit doppelter Ertragskraft:

1. Der Sommerschnitt (Das Auslichten)

Das ist der wichtigste Schritt. Johannisbeeren tragen die meisten und größten Früchte an den 1- bis 3-jährigen Trieben. Ältere Äste kosten die Pflanze nur Energie und tragen kaum noch.

  • Rote & Weiße Johannisbeeren: Schneiden Sie alle dunklen, dickeren Äste, die älter als 3 Jahre sind, direkt bodennah ab. Lassen Sie ca. 8–10 der kräftigsten jungen Triebe stehen.
  • Schwarze Johannisbeeren: Diese tragen am besten am 1-jährigen Holz! Schneiden Sie abgeerntete Triebe bodennah zurück, um junge Bodentriebe für das nächste Jahr zu fördern.
  • Licht schaffen: Entfernen Sie nach innen wachsende oder sich überkreuzende Äste. Regel: Ein Spatz muss durch den Strauch fliegen können!

2. Der „Sommer-Snack“ (Nährstoffe)

Nach der Ernte bildet der Strauch bereits die Knospen für das nächste Frühjahr.

  • Geben Sie eine Handvoll Kompost oder organischen Beerendünger rund um die Basis (nicht direkt an den Stamm).
  • Auch etwas Kaffeesatz tut Johannisbeeren gut, da sie einen leicht sauren Boden lieben.

3. Die Mulchschicht gegen Trockenheit

Johannisbeeren sind Flachwurzler. Wenn der Boden im Spätsommer austrocknet, leidet die Knospenbildung für das Folgejahr extrem.

  • Decken Sie den Boden unter dem Strauch mit einer 5 cm dicken Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder Stroh ab.
  • Das hält die Feuchtigkeit im Boden, schützt die flachen Wurzeln vor Hitze und unterdrückt Unkraut.

4. Einmal gründlich wässern

Nach dem Schneiden und Düngen bekommt der Strauch einen kräftigen Schluck Wasser (1–2 Gießkannen), damit die Nährstoffe direkt an die Wurzeln gespült werden und er sich vom Fruchtstress erholen kann.

Fazit: Kein teures Mittelchen nötig! Einfach Alt-Holz raus, etwas Kompost rein, Mulch drauf und angießen – mehr ist es direkt nach der Ernte wirklich nicht.

Leave a Comment