Wann immer Kastanien Saison haben, sammle ich ein paar Handvoll und bedecke sie mit gewöhnlichem Öl – ein Schatz für jede Familie!

Das Einlegen von Rosskastanien in Öl ist ein alter Volksglaube, dem nachgesagt wird, gegen Gelenkschmerzen, Rheuma oder müde Beine zu helfen.

  • Problem mit Ölauszügen (Mazeraten): Die wirksamen Inhaltsstoffe der Rosskastanie (wie das gefäßstärkende Aescin) sind vor allem wasser- beziehungsweise alkohollöslich, lösen sich aber kaum in fettem Speiseöl. Zudem können frische Kastanien unter Öl wegen ihres Feuchtigkeitsgehalts leicht schimmeln.
  • Effektivere Alternative (Alkohol-Tinktur): Wirkstoffe lassen sich deutlich besser extrahieren, indem klein geschnittene Kastanien für 3–4 Wochen in hochprozentigem Alkohol (mind. 40 %) ansetzt werden. Diese Tinktur kann anschließend pur zum Einreiben genutzt oder mit Öl/Bienenwachs zu einer Venensalbe weiterverarbeitet werden.
  • Alternativnutzung: Kastanien eignen sich durch die enthaltenen Saponine hervorragend als biologisches Waschmittel (zerkleinert in Wasser aufgebrüht).

Falls es sich um essbare Edelkastanien (Maronen) handelt, sollten diese kühl und trocken gelagert werden; ein Einlegen in Öl bietet für die Haltbarkeit keinen Vorteil.

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