Ich liebe meine Rosen von ganzem Herzen. Sie sind nicht nur die Königinnen meines Gartens, sondern auch echte Charakterpflanzen – dankbar, wenn man sie gut behandelt, aber empfindlich, wenn man sie vernachlässigt. Damit meine Rosen den ganzen Sommer über blühen, gesund bleiben und gut durch den Winter kommen, achte ich besonders auf die Sommerdüngung. Richtig dosiert und zum passenden Zeitpunkt ausgebracht, wirkt sie wie ein Zaubertrank für die Pflanzen.
🌸 Wann ist die beste Zeit zum Düngen?
Ich dünge meine Rosen viermal im Sommer, jeweils im Abstand von etwa zwei Wochen. Der Rhythmus sieht so aus:
- Anfang Juni, wenn sich die ersten Knospen zeigen.
- Vor oder während der Hauptblüte.
- Unmittelbar nach dem Verblühen der ersten Blüte.
- Nach der zweiten Blüte, im Spätsommer.
Dieser Zeitplan hat sich in meinem Garten bestens bewährt.
🌱 Erste Düngung – wenn die Knospen erscheinen
Sobald die ersten Knospen sichtbar sind, beginne ich mit der Düngung – sowohl über das Gießwasser als auch als Sprühung auf die Blätter. Besonders bewährt hat sich bei mir ein organisch-mineralischer Rosendünger sowie ein Schuss Zircon oder ein pflanzenstärkender Extrakt. Das regt die Knospenbildung an und stärkt die Pflanze.
Wer es natürlicher mag, kann auf Kräuterjauche zurückgreifen:
- 1/3 Eimer frisches Grünzeug (z. B. Brennnesseln) mit Wasser auffüllen und eine Woche ziehen lassen.
- Vor dem Gießen 1:5 mit Wasser verdünnen.
Alternativ:
- 1:10 verdünnte Mistjauche oder
- 1:20 verdünnte Hühnerdunglösung.
Sehr effektiv ist auch ein Ascheauszug:
👉 300 g Holzasche auf 10 l Wasser – ergibt einen kaliumreichen Booster.
Mineralisch geht’s auch:
👉 10 g Superphosphat + 10 g Kaliumsulfat auf 10 l Wasser.
Aber Achtung: Nicht mehr als 2 Liter pro Strauch!
🌼 Düngung während der Blüte
Sobald die Rosen in voller Blüte stehen, benötigen sie gezielte Unterstützung zur Blütenhaltung.
Ich setze auf:
- 20 g Superphosphat + 20 g Kaliumsulfat auf 10 l Wasser, direkt an die Wurzeln.
- Alternativ: Zweimalige Blattdüngung mit einem milden Blütendünger oder
- Ein altbewährter Klassiker: 300 g Holzasche auf 10 l Wasser.
Bei extremer Witterung – ob Hitzewelle oder Dauerregen – kommen mir Zircon oder Epin zur Hilfe. Beide helfen den Rosen, sich schneller vom Stress zu erholen und das Blütenmeer aufrechtzuerhalten. Aber: Dosierung stets einhalten!
✂️ Pflege nach dem ersten Flor
Wenn die erste Blühwelle vorüber ist, schneide ich alle verwelkten Blüten sauber zurück. So werden neue Blütenansätze angeregt. Danach folgt eine kräftigende Düngung:
👉 20 g Superphosphat + 20 g Kaliumsulfat pro 10 l Wasser, wieder unter die Pflanze gegossen.
Manchmal ersetze ich die Mineraldüngung durch einen Ascheauszug – ebenfalls sehr wirkungsvoll.
🍂 Letzte Düngung – für starke Rosen vor dem Winter
Im Spätsommer (Ende August/Anfang September), nach der zweiten Blüte, bereite ich meine Rosen langsam auf den Herbst vor. Ich gebe nochmals kalium- und phosphorbetonte Dünger, um die Triebe auszureifen und die Winterhärte zu stärken.
- Zweimal täglich 2 Tassen Holzasche auf 10 l Wasser haben sich als besonders effektiv erwiesen.
Stickstoffreiche Dünger lasse ich ab jetzt weg – sie würden das Wachstum unnötig verlängern und die Ausreifung verhindern.
🛠 Bonus-Tipps für dauerhaft blühende Rosen
- Gieße regelmäßig, aber ohne Staunässe.
- Lockere den Boden nach dem Regen.
- Entferne kranke oder abgestorbene Pflanzenteile sofort.
- Kontrolliere auf Schädlinge und behandle bei Bedarf frühzeitig.
Fazit:
Zwei Teelöffel Aufmerksamkeit und eine Gießkanne voll Liebe – so einfach kann Rosenglück im Sommer sein. Mit einer durchdachten Düngestrategie belohnen dich deine Rosen mit reicher, pausenloser Blüte bis weit in den Herbst – und gehen gesund und gestärkt in die kalte Jahreszeit.