Sie kleben die Frischhaltefolie (oder spezielle Isolierfolie) an Ihre Fenster, weil sie im Winter als provisorische und kostengünstige Wärmedämmung dient.
Der Hauptgrund dafür ist, dass die Folie eine zusätzliche, dünne Luftschicht zwischen der eigentlichen Fensterscheibe und der Raumluft schafft.
Die drei Hauptgründe für Frischhaltefolie am Fenster:
1. Reduzierung des Wärmeverlusts (Wärmedämmung)
- Luftpolster-Effekt: Die Folie fängt einen kleinen Teil der warmen Raumluft ab und verhindert, dass diese direkt an die kalte Scheibe gelangt und dort ihre Wärme abgibt.
- Verbesserter U-Wert: Obwohl Frischhaltefolie nicht mit professionellen Isolierfolien vergleichbar ist, verringert diese zusätzliche Schicht den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Fensters. Dadurch entweicht weniger Heizwärme nach draußen. Dies spart Heizkosten.
2. Verhinderung von Kälteempfinden (Zugluft)
- Oberflächentemperatur: Die Innenseite der Fensterscheibe fühlt sich durch die Folie etwas wärmer an.
- Konvektion: Die Folie reduziert die sogenannte Kaltluftkonvektion. Das ist der Effekt, bei dem die Luft an der kalten Scheibe abkühlt, nach unten sinkt und dadurch eine unangenehme “Zugluft” im Raum erzeugt wird.
3. Reduzierung von Kondenswasser
- Höhere Temperatur: Weil die Folie die Temperatur der Fensteroberfläche leicht erhöht, wird der Kondensationspunkt (der Punkt, an dem sich Feuchtigkeit als Wasser niederschlägt) seltener erreicht.
- Schutz vor Schimmel: Weniger Kondenswasser bedeutet weniger Nässe in den Fensterdichtungen und am Rahmen, was die Gefahr von Schimmelbildung verringert.
Zusammenfassend: Die Folie ist eine schnelle und sehr günstige DIY-Maßnahme, um vor allem ältere oder einfach verglaste Fenster im Winter zusätzlich zu isolieren und den Wohnkomfort zu erhöhen. Professionelle, transparent gespannte Schrumpffolien für Fenster (Kälteschutzfolien) funktionieren nach demselben Prinzip, bieten aber eine deutlich bessere Isolationsleistung und Ästhetik.