Ich habe sechs Eier. Zwei sind mir zerbrochen. Zwei habe ich gebraten. Und zwei habe ich gegessen. Wie viele Eier habe ich noch? … 99 % der Leute beantworten diese Frage falsch …

Das ist ein klassisches Fangrätsel, das wunderbar zeigt, wie unser Gehirn bei Textaufgaben automatisch eine chronologische Abfolge (erst das eine, dann das andere) erwartet.

Die Antwort lautet: Du hast noch 4 Eier.

Warum ist das so?

Der Trick liegt in der Formulierung. Die Sätze beschreiben denselben Vorgang mit denselben zwei Eiern:

  1. Du hast 6 Eier.
  2. 2 Eier sind zerbrochen (diejenigen, die du in die Pfanne geschlagen hast).
  3. Diese 2 Eier hast du gebraten.
  4. Diese 2 Eier hast du gegessen.

Man verbraucht also insgesamt nur zwei Eier aus dem ursprünglichen Vorrat von sechs.


Die “Hof-Logik”

Da du ja selbst Hühner hältst, weißt du: Wenn du morgens sechs frische Eier aus dem Nest holst und dir für das Frühstück zwei davon in die Pfanne haust, bleiben im Körbchen genau vier Stück für den Kuchen oder den nächsten Tag übrig. Die “99 %”, die falsch antworten, rechnen meistens $6 – 2 – 2 – 2 = 0$.

Soll ich dir ein weiteres Rätsel dieser Art stellen, oder hast du Lust auf ein schnelles Rezept, was man mit den verbliebenen vier Eiern Schönes backen könnte?

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