Ein violetter Fleck auf Hähnchenfleisch mag beunruhigend aussehen, ist aber in den meisten Fällen kein Zeichen für verdorbenes Fleisch. Hier ein kurzer Leitfaden, um zu entscheiden, ob die Hähnchenbrust in die Pfanne oder in den Müll gehört.
Was ist wahrscheinlich?
Wenn das Fleisch ansonsten in Ordnung ist (siehe unten), handelt es sich bei einem violetten oder dunkelroten Fleck meist um eine Prellung oder ein Blutgerinnsel.
Diese entsteht durch ein geplatztes Kapillargefäß beim Hantieren oder Verarbeiten.
Nach dem Auftauen kann der Fleck deutlicher sichtbar sein, da Eiskristalle das Gewebe aufbrechen und sich der Farbstoff besser auflöst.
Fazit: Handelt es sich nur um eine mechanische Beschädigung, schneiden Sie den Fleck einfach heraus. Der Rest des Fleisches ist unbedenklich. Wann sollte man Fleisch unbedingt wegwerfen?
Selbst wenn es sich nur um eine Prellung handelt, kann das Fleisch beim Auftauen Schaden genommen haben. Führen Sie diese drei Tests durch:
Geruchstest: Riecht das Fleisch süßlich, sauer oder nach Ammoniak, entsorgen Sie es sofort. Frisches Hähnchenfleisch sollte neutral riechen.
Haptiktest: Fühlt sich die Hähnchenbrust klebrig oder schleimig an (und bleibt der Schleim auch nach dem Abspülen an den Fingern haften), deutet dies auf Bakterienwachstum hin.
Aussehen: Hat das Fleisch (neben dem violetten Fleck) einen grauen oder grünlichen Schimmer, ist es nicht mehr frisch. Sicheres Auftauen
Sicherheitshalber gilt: Wenn das Fleisch während des Auftauens zu lange offen lag (z. B. den ganzen Tag bei Zimmertemperatur auf der Leine), steigt das Risiko für das Wachstum von Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter drastisch an, unabhängig von der Farbe der Flecken.
Tipp: Wenn Ihnen das Fleisch nicht schmeckt und Sie sich davon angewidert fühlen, entsorgen Sie es. Ihre Psyche spielt eine große Rolle beim Essen, und ein ungutes Gefühl kann Ihnen die ganze Mahlzeit verderben.
Fühlt sich das Fleisch normal an oder ist die Oberfläche ungewöhnlich glatt?