Diese Schlagzeile mag beunruhigend klingen und kursiert im Internet wie eine beliebte Vogelscheuche, doch die Realität ist zum Glück viel harmloser.
Wenn Sie beim Aufschneiden einer Wassermelone Risse im Inneren entdecken, müssen Sie sie nicht gleich wegwerfen.
Hier die Erklärung:
Ein Phänomen namens „Hohlherzigkeit“
Risse und Hohlräume im Inneren einer Wassermelone entstehen durch eine physiologische Störung, die fachsprachlich als Hohlherzigkeit bezeichnet wird.
So kommt es dazu: Dieses Phänomen tritt zu Beginn der Wachstumsperiode auf, meist aufgrund unzureichender Bestäubung in Kombination mit Wetterschwankungen (z. B. plötzlichen Temperaturänderungen oder unregelmäßiger Bewässerung).
Die Folge: Das innere Gewebe der Wassermelone wächst nicht so schnell wie die Schale, wodurch das Fruchtfleisch im Inneren aufplatzt.
Der Mythos von Chemikalien und Hormonen
Im Internet kursieren oft Falschmeldungen, dass Risse in Wassermelonen ein Beweis dafür seien, dass sie mit gefährlichen Wachstumshormonen (wie Forchlorfenuron) behandelt wurden und dadurch von innen heraus geplatzt sind.
Fakt ist: Ein hohles Herz ist sowohl bei biologisch angebauten als auch bei wilden Wassermelonen üblich. Es handelt sich um ein rein natürliches, mechanisches Phänomen und nicht um die Folge giftiger Chemikalien.
Wann kann man Wassermelonen essen und wann nicht?
Der Zustand der Wassermelone – was bedeutet er? Ist sie unbedenklich?
Nur Risse (das Fruchtfleisch ist fest und riecht süß): Das klassische „hohle Herz“. Die Wassermelone schmeckt oft sogar noch süßer, da sich um die Risse herum Zucker konzentriert. Ja, guten Appetit!
Das Fruchtfleisch ist matschig, schleimig oder riecht sauer: Die Wassermelone ist überreif, gärt oder faulet. Nein, weg damit!
Fazit: Wenn die Wassermelone normal riecht, eine schöne Farbe und eine normale Form hat, sind Risse in der Mitte lediglich ein optischer Mangel. Im Gegenteil, eine solche Wassermelone ist paradoxerweise sehr süß.