Zecken übertragen Krankheitserreger wie das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoencephalitis) und Borreliose-Bakterien (Lyme-Borreliose). Während gegen FSME eine Impfung schützt, erfordert Borreliose Aufmerksamkeit nach dem Aufenthalt im Grünen.
Anzeichen einer Infektion
- Lyme-Borreliose: Typisch ist das Wanderröte-Exanthem (Erythema migrans) – eine sich kreisförmig ausbreitende Rötung um den Stichkanal, oft erst Tage oder Wochen später. Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen treten ebenfalls auf.
- FSME: Verläuft häufig zweiphasig. Nach ersten fiebrigen Beschwerden folgt oft ein symptomfreies Intervall, bevor das Nervensystem betroffen sein kann.
Effektive Schutzmaßnahmen
- Kleidung: Helle, lange Kleidung tragen (Zecken sind besser sichtbar) und Hose in die Socken stecken.
- Repellents: Insektensprays mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin auf Haut und Kleidung auftragen.
- Absuchen: Nach jedem Aufenthalt im Hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz den Körper gründlich ababsuchen – besonders Achseln, Kniekehlen, Leistengegend und den Haaransatz bei Kindern.
Richtiges Entfernen
- Greifen: Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte nah an der Hautoberfläche am Werkzeugansatz fassen.
- Ziehen: Langsam und gerade herausziehen (nicht drehen, nicht quetschen).
- Desinfizieren: Die Stichstelle gründlich desinfizieren.
- Verzichten auf: Öl, Klebstoff oder Alkohol vor dem Entfernen, da das Tier im Todeskampf Speichel mit Erregern abgeben kann.
Wann zum Arzt?
Suchen Sie eine Praxis auf, wenn sich um den Stich eine Wanderröte bildet, in den Wochen nach dem Stich Fieber oder Abgeschlagenheit auftreten oder die Einstichstelle stark anschwillt und schmerzt.