Ihrer Beschreibung nach handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen faszinierenden und optisch etwas unheimlichen Pilz namens Xylaria polymorpha. Im Englischen wird er aufgrund seines unverwechselbaren Aussehens auch „Totenmannsfinger“ genannt.
Hier sind einige interessante Fakten über diesen Pilz und was sein Vorkommen im Garten bedeutet:
Wie erkennt man ihn?
Aussehen: Er wächst in Gruppen (meist 3 bis 6 „Finger“) direkt auf verrottendem Holz, alten Baumstümpfen oder einfach auf holzigem Mulch.
Farbe: Junge Exemplare können blass, gräulich, bläulich oder bräunlich sein (oft mit helleren, nagelähnlichen Spitzen). Mit zunehmendem Alter dunkelt der Pilz nach, wird schließlich schwarz und erhält eine runzlige, kohleähnliche Textur.
Konsistenz: Wie Sie vielleicht bemerkt haben, sind die Fruchtkörper sehr hart, holzig und enthalten ein weißes, festes Fruchtfleisch.
Ist er gefährlich?
Für Menschen und Tiere: Der Pilz ist ungenießbar (er ist extrem hart und holzig), aber bei Berührung nicht stark giftig. Wenn Sie neugierige Haustiere oder Kinder im Garten haben, sammeln Sie die Fruchtkörper am besten ein und entsorgen Sie sie im Müll, damit niemand versucht, sie zu probieren.
Für Ihren Garten: Der Holzwurm ist ein sogenannter Saprophyt – er ernährt sich von der Zersetzung toter organischer Substanz. In Rindenmulch ist er ein völlig natürlicher Helfer, der zur Zersetzung von Holz beiträgt und Nährstoffe in den Boden zurückführt.
Vorsicht ist jedoch in einem Fall geboten: Wachsen diese Fruchtkörper nicht aus losem Mulch, sondern direkt am Stammfuß oder an den Wurzeln eines lebenden Baumes oder Strauches, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Baum geschwächt oder im Sterben liegt und sich der Pilz auf seinem geschädigten Wurzelsystem angesiedelt hat.
Was tun?
Wenn Ihnen das unappetitliche Aussehen nicht gefällt, können Sie die einzelnen Fruchtkörper einfach ausgraben, mit Handschuhen aufsammeln und im Hausmüll entsorgen. Eine vollständige Beseitigung ist jedoch schwierig, da das Myzel tief im Mulch oder in den darunterliegenden, verrottenden Holzresten verankert ist. Sobald der Mulch austrocknet oder sich auf natürliche Weise zersetzt, verschwindet der Pilz von selbst.