Ein einfacher Trick mit der Bogenhanfpflanze für Algenwachstum und neue Triebe

Die Bogenhanfpflanze – oder die viel bekanntere Sansevieria – hat einen raffinierten Trick auf Lager. Wenn Sie das schnelle Wachstum neuer Blätter und die Bildung unterirdischer Triebe (sogenannter Seitentriebe) an Ihrer bestehenden Pflanze anregen möchten, liegt der Schlüssel nicht in teurem Dünger, sondern in gezieltem Stress und dem richtigen Rückschnitt.

Hier ist ein einfacher, in der Gartenwelt sehr beliebter Trick, um die Bogenhanfpflanze zu „wecken“ und sie zur Bildung neuer Triebe zu bewegen.

Der Trick mit der „erzwungenen Seitentriebbildung“ (Flacher Topf und Trockenheitsmethode): Bogenhanf wächst, indem er unterirdisch starke Rhizome (Sprossen) bildet, aus denen dann neue Pflanzen (sogenannte Algen/Seitentriebe) wachsen. In der Natur bildet er diese Seitentriebe hauptsächlich dann, wenn er das Gefühl hat, keinen anderen Platz zum Wachsen zu haben. So geht’s ganz einfach:

Schritt 1: Ein enger Topf ist wichtig
Der Bogenhanf mag nicht viel Platz. In einem zu großen Topf steckt er seine ganze Energie ins Wurzelwachstum und hat keine Kraft mehr für neue Blätter.

So geht’s: Pflanzen Sie die Bogenhanf in einen Topf, der eng anliegt (die Wurzeln sollten fast an den Wänden anliegen). Erst wenn die Wurzeln auf ein festes Hindernis stoßen, treibt die Pflanze kräftig nach oben.

Schritt 2: Triebstimulieren (Blatttrick)
Um die Bildung neuer Triebe direkt an der Mutterpflanze anzuregen, entfernen Sie ein älteres, äußeres Blatt.

So geht’s: Schneiden Sie ein gesundes Blatt knapp über dem Boden ab. Die Pflanze erhält an der Schnittstelle ein Wachstumssignal und treibt als Reaktion auf den Blattverlust oft mehrere neue Triebe gleichzeitig aus dem unterirdischen Rhizom.
Tipp: Werfen Sie das abgeschnittene Blatt nicht weg! Sie können die Pflanze in etwa 5–10 cm lange Stücke schneiden (achten Sie darauf, die oberen und unteren Teile nicht zu verwechseln) und diese in Wasser oder feuchtem Sand bewurzeln lassen. So erhalten Sie neue Pflanzen.

Schritt 3: „Rettungs“-Gießen (Therapeutische Trockenheit)
Sansevierien sind Wüstenpflanzen. Wenn Sie sie nur wenig, aber regelmäßig gießen, wachsen sie schlecht.

So geht’s: Lassen Sie das Substrat vollständig austrocknen – bis es bis zum Topfboden staubtrocken ist (das dauert 3 bis 4 Wochen). Die Pflanze schaltet in den Energiesparmodus.
Tipp: Gießen Sie sie anschließend reichlich (idealerweise von unten in eine Schüssel, bis sie genug Wasser aufgenommen hat, und gießen Sie den Rest weg). Dieser plötzliche Wasserschub nach der Trockenperiode regt die Pflanze an: „Die Trockenheit ist vorbei, wir haben Wasser, wir müssen schnell wachsen!“

In drei Worten: Wenn Sie neue Triebe wünschen, pflanzen Sie Ihre Schwiegermutterzunge in einen kleineren Topf, schneiden Sie gelegentlich ein älteres Blatt ab und gießen Sie sie nur, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist. In wenigen Wochen können Sie sich dann auf neue grüne Spitzen freuen, die aus der Erde sprießen!

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