Wenn die Außentemperaturen tropische Höhen erreichen, kann sich Ihr Zuhause in einen Backofen verwandeln. Wenn Sie keine Klimaanlage haben (oder diese wegen Zugluft oder hoher Stromkosten vermeiden möchten), sollten Sie clever vorgehen.
Hier sind 8 bewährte und wissenschaftlich fundierte Tipps, wie Sie Ihr Zuhause angenehm kühl halten.
- Verdunkeln Sie Ihr Zuhause vor Sonnenaufgang
Die größte Wärmequelle in Ihrem Zuhause ist das Sonnenlicht, das durch Ihre Fenster scheint (der sogenannte Treibhauseffekt).
Faustregel: Sobald die Sonne morgens scheint, schließen Sie Ihre Fenster und Jalousien, Rollläden oder Vorhänge vollständig.
Profi-Tipp: Außenjalousien oder -rollläden sind am effektivsten, da sie die Wärme zurückhalten, bevor sie das Fenster erreicht. Wenn Sie Innenjalousien haben, wählen Sie helle Farben, die das Licht reflektieren, oder investieren Sie in Wärmeschutzfolie.
- Nur nachts und früh morgens lüften
Tagsüber ein Fenster zu öffnen, in der Hoffnung, die Luft würde sich „erfrischen“, ist der häufigste Fehler. Dadurch gelangt nur warme Luft von draußen in die Wohnung.
Halten Sie die Fenster immer geschlossen, wenn es draußen wärmer ist als drinnen. Öffnen Sie sie nur spät abends, nachts und früh morgens weit (idealerweise zwischen 3 und 6 Uhr, wenn die Luft am kühlsten ist). Sorgen Sie für einen Luftzug, indem Sie Fenster auf gegenüberliegenden Seiten der Wohnung öffnen.
- Bauen Sie sich eine „Kühlbox“ mit einem Ventilator
Der Ventilator selbst kühlt die Luft nicht, er verwirbelt sie nur (wodurch Schweiß von der Haut verdunstet und wir uns kühler fühlen). Sie können ihn aber etwas unterstützen:
Stellen Sie eine Schüssel mit Eis oder gefrorene Wasserflaschen vor den Ventilator. Die um das Eis strömende Luft kühlt sich deutlich ab und erzeugt eine angenehme, frische Brise im Raum.
- Achten Sie auf interne Wärmequellen (Geräte). Jedes eingeschaltete Gerät wirkt wie eine kleine Heizung. An heißen Tagen sollten Sie daher Folgendes beachten:
Benutzen Sie Backofen und Herd nur sparsam (verwenden Sie kalte Speisen oder bereiten Sie schnelle Salate zu).
Schalten Sie elektronische Geräte (Fernseher, Computer, Spielkonsole) komplett aus, anstatt sie im Standby-Modus laufen zu lassen.
Wenn Sie noch herkömmliche Glühbirnen verwenden, ersetzen Sie diese durch LED-Lampen – herkömmliche Glühbirnen wandeln bis zu 90 % der Energie in Wärme um.
- Nutzen Sie den Trick mit den feuchten Laken.
Die Verdunstung von Wasser entzieht der Umgebung Wärme (sogenannte adiabatische Kühlung).
Tränken Sie Laken oder große Handtücher in kaltem Wasser, wringen Sie sie aus und hängen Sie sie nachts zum Lüften in ein offenes Fenster oder über die Tür.
Die durch den feuchten Stoff strömende Luft kühlt sich auf natürliche Weise ab und die Luftfeuchtigkeit steigt, was die Atemwege bei trockener Hitze angenehm kühlt.
- Textilien und Bettwäsche anpassen
Flauschige Decken, schwere Teppiche und Samtkissen verstärken das Hitzegefühl.
Verwenden Sie im Sommer möglichst dicke Teppiche. Glatte Böden (Fliesen, Linoleum, Holz) fühlen sich kühl an.
Wechseln Sie Ihre Bettwäsche gegen 100 % Leinen, Perkal oder Satin (Naturbaumwolle). Diese Materialien sind atmungsaktiv, leiten Schweiß gut ab und fühlen sich auf der Haut nicht so kalt an wie synthetische Materialien (Mikrofaser).
- Für Abkühlung sorgen (von unten und oben) Wenn es schwierig ist, den Raum abzukühlen, konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper:
Kalte Dusche? Besser eine lauwarme. Eine Eisdusche kann einen Kälteschock auslösen, der Körper verengt die Blutgefäße, um die Wärme zu speichern, und nach einer Weile fühlt man sich noch heißer. Eine lauwarme Dusche kühlt länger ab.
Kühlen Sie Ihre Pulspunkte: Halten Sie Ihre Handgelenke, Schläfen, Ihren Nacken oder Ihre Knöchel unter kaltes Wasser.
Wärmflaschen-Trick: Füllen Sie eine normale Wärmflasche mit kaltem Wasser, legen Sie sie kurz in den Kühlschrank und platzieren Sie sie dann unter Ihren Füßen im Bett.
- Drehrichtung des Deckenventilators ändern
Wenn Sie einen Deckenventilator haben, stellen Sie ihn auf Sommerbetrieb ein:
Im Sommer sollten sich die Flügel gegen den Uhrzeigersinn drehen (von unten betrachtet).
Dadurch wird die Luft direkt nach unten gedrückt und eine kühlende Brise erzeugt. (Im Winter drückt die Drehung im Uhrzeigersinn die warme Luft nahe der Decke an den Wänden entlang nach unten.)