Ärzte enthüllen, dass der Verzehr von Eiern am Morgen …

… ein weiterer genialer Marketing-Klick für die Autoren dieser Artikel. Diese unvollständige Überschrift ist ein weiteres klassisches Beispiel dafür, wie die Medien das ewige Thema „Sind Eier gesund oder nicht?“ gerne ausschlachten.

Würde der Artikel auf echten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, müsste der Satz folgendermaßen enden:

…sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl und einen stabilen Energielevel. Eier zum Frühstück sind aus mehreren guten Gründen ein fantastischer Start in den Tag:

Hochwertiges Protein: Eier enthalten ein vollständiges Spektrum an Aminosäuren, die der Körper optimal verwerten kann. Eine morgendliche Portion Protein sättigt deutlich länger als zuckerhaltiges Müsli oder Weißbrot. Schluss mit dem Heißhunger: Sie stabilisieren den Blutzuckerspiegel, sodass man morgens nicht nach Süßem greifen muss. Nährstoffe fürs Gehirn: Sie sind reich an Cholin, einem wichtigen Stoff für die Gehirnfunktion, das Gedächtnis und die Konzentration.

Woher kommt eigentlich diese Vogelscheuchen-Geschichte? Boulevardzeitungen greifen oft einen alten Mythos vom Ende des letzten Jahrhunderts auf: „Eier erhöhen den Cholesterinspiegel und verursachen Herzinfarkte.“

Heute weiß die moderne Medizin sicher, dass Cholesterin aus der Nahrung (das natürlich auch im Eigelb enthalten ist) bei den meisten gesunden Menschen nur einen minimalen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut hat. Der Körper reguliert ihn selbst. Viel gefährlicher für Herz und Blutgefäße sind industriell verarbeitete Lebensmittel, Transfettsäuren und übermäßiger Zuckerkonsum.

Das Urteil von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern: Wenn Sie nicht an einer bestimmten Krankheit leiden (z. B. schwerem Diabetes oder einer angeborenen Störung der Cholesterinverarbeitung), ist der Verzehr von ein bis zwei Eiern pro Tag völlig unbedenklich und gesund.

Gehören Eier zu Ihrem regelmäßigen Frühstück oder meiden Sie sie lieber aufgrund solcher Horrormeldungen?

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