Frischhaltefolie schließt Feuchtigkeit ein und erstickt den Käse, was Kondenswasser bildet und die Schimmelbildung beschleunigt. Käse ist ein lebendiges Lebensmittel und muss „atmen“ können, um Geschmack und Textur zu behalten.
Die optimalen Verpackungen
- Käsepapier oder Backpapier: Spezielles Käsepapier (innen Papier, außen eine atmungsaktive Folie) ist perfekt. Als einfache Alternative eignet sich Backpapier oder Bienenwachstuch: Es schützt vor dem Austrocknen, lässt aber genügend Luft zirkulieren.
- Käseboxen mit Membran: Spezielle Vorratsdosen mit Belüftungssystem regulieren die Luftfeuchtigkeit und verhindern Kondenswasserbildung.
Der ideale Ort im Kühlschrank
- Gemüsefach: Käse reagiert empfindlich auf zu große Kälte. Das Gemüsefach bietet mit milden 8 bis 10 °C die optimale Temperatur.
Lagerung nach Käsesorte
- Hart- und Schnittkäse (z. B. Parmesan, Gouda): In Käse- oder Backpapier wickeln und locker im Gemüsefach lagern.
- Weichkäse (z. B. Brie, Camembert): Am besten im atmungsaktiven Einschlagpapier der Originalverpackung belassen.
- Edelpilzkäse (z. B. Roquefort, Gorgonzola): In Alufolie oder Käsepapier wickeln, um das Übergreifen der Schimmelkulturen auf andere Lebensmittel zu verhindern.
- Frischkäse, Feta & Mozzarella: Diese Sorten sind die Ausnahme – sie müssen luftdicht verpackt bzw. in ihrer Salzlake aufbewahrt werden.
Praxistipps
- Sorten immer separat verpacken, damit sich unterschiedliche Reifekulturen nicht vermischen.
- Käse etwa 30 bis 45 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen – erst bei Raumtemperatur entfaltet sich das volle Aroma.