Das ist eine typische Clickbait-Schlagzeile (Klickköder), wie sie häufig auf Social-Media-Plattformen verwendet wird, um Neugier zu wecken, Ängste zu schüren und Nutzer auf werbefinanzierte oder dubiose Webseiten zu leiten.
Es gibt keine seriöse medizinische „Enthüllung“, dass Tomaten pauschal gefährliche Krankheiten verursachen. Wenn solche Artikel oder Videos überhaupt einen konkreten Punkt auflösen, greifen sie meist bekannte, aber harmlose Fakten auf und übertreiben diese stark:
- Sodbrennen und Reflux: Tomaten enthalten Fruchtsäuren. Bei Menschen mit einem sehr empfindlichen Magen oder einer bestehenden Refluxkrankheit kann der übermäßige Verzehr Sodbrennen auslösen.
- Der “Nachtschattengewächs”-Mythos: Es hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Tomaten (wie auch Kartoffeln und Auberginen) Entzündungen oder Gelenkschmerzen (Arthritis) verursachen. Wissenschaftlich ist das für die überwiegende Mehrheit der Menschen widerlegt.
- Histamin-Intoleranz: Tomaten gehören zu den sogenannten Histaminliberatoren. Menschen mit einer echten Histamin-Intoleranz können nach dem Verzehr mit Kopfschmerzen oder Hautausschlägen reagieren.
In Wahrheit sind Tomaten äußerst gesund. Sie bestehen zu etwa 95 % aus Wasser, sind sehr kalorienarm und enthalten wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium, Folsäure und das wertvolle Antioxidans Lycopin, welches unter anderem die Herzgesundheit unterstützt.
Solange Sie keine nachgewiesene Allergie oder spezielle Unverträglichkeit haben, können Sie Tomaten völlig unbesorgt genießen. Solche “Enthüllungs”-Posts können Sie getrost ignorieren.