Sie beziehen sich wahrscheinlich auf die Große Ruderwanze (Lethocerus patruelis), eine der größten Wasserwanzenarten Europas.
Es ist verständlich, dass sie als beängstigend empfunden werden können, aber es gibt eine wichtige Klarstellung: Diese Insekten befallen nicht das Mittelmeer. Sie leben und jagen ausschließlich in Süßwassergebieten wie Seen, Teichen und langsam fließenden Flüssen.
Was ist die Große Ruderwanze?
Die Große Ruderwanze gehört zur Familie der Belostomatidae und ist ein beeindruckendes Insekt.
- Aussehen: Sie können eine Länge von bis zu 8 cm erreichen und haben eine flache, ovale Körperform. Ihre Vorderbeine sind kräftig und wie Zangen geformt, ideal zum Ergreifen von Beute. Die Hinterbeine sind flossenartig und dienen zum Schwimmen.
- Verhalten: Sie sind Raubinsekten, die sich von kleineren Fischen, Kaulquappen, Fröschen und anderen Insekten ernähren. Sie lauern ihrer Beute am Boden von Gewässern auf.
Warum werden sie an Mittelmeerstränden gefunden?
Das Auftauchen dieser Ruderwanzen an Küsten ist ein ungewöhnliches, aber kein seltenes Phänomen. Sie fliegen oft nachts und können durch starke Winde oder Stürme von ihren Süßwasserlebensräumen abgetrieben und aufs offene Meer oder an Strände getragen werden. Es handelt sich dabei um isolierte Vorfälle, die kein Zeichen für eine Plage oder eine Bedrohung des Meeresökosystems sind.
Es ist ratsam, sie nicht mit bloßen Händen zu berühren. Obwohl sie nicht aggressiv sind, können sie bei Bedrohung einen schmerzhaften Stich verursachen, weshalb sie im Englischen auch den Spitznamen „toe-biter“ (Zehenbeißer) tragen.