Wie man eine Rose aus einem geschenkten Strauß verwurzelt: Ich habe es ausprobiert und es nicht bereut. Jetzt ist der ganze Garten voller Rosen.

Einen Strauß Rosen geschenkt zu bekommen, ist immer etwas Besonderes. Doch anstatt die Blumen nur einige Tage in der Vase zu bewundern, kann man sie auch vermehren – und so die Schönheit dieser Rosen für viele Jahre im eigenen Garten bewahren. Mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen lassen sich Rosen aus Schnittblumen tatsächlich erfolgreich bewurzeln.


Das benötigen Sie:

  • Rosenstiele mit kräftigen, noch nicht voll erblühten Knospen
  • ein scharfes Messer oder eine Gartenschere
  • Bewurzelungspulver oder -gel (optional, aber hilfreich)
  • ein Glas mit lauwarmem Wasser
  • Aktivkohletablette (gegen Fäulnis)
  • durchlässige Rosenerde
  • Blumentopf oder kleiner Anzuchtkübel
  • Folie oder eine durchsichtige Plastiktüte

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Geeignete Stecklinge auswählen

Wählen Sie Stiele mit einer Dicke von mindestens 5 mm. Ideal sind Abschnitte mit drei Blattansätzen. Schneiden Sie die Stecklinge mit einem scharfen Messer in einem 45-Grad-Winkel an.

2. Stecklinge vorbereiten

Entfernen Sie die unteren Blätter und Dornen, damit keine Pflanzenteile ins Wasser tauchen. Tauchen Sie das Schnittende optional in Bewurzelungspulver.

3. Stecklinge ins Wasser stellen

Füllen Sie ein Glas mit lauwarmem Wasser und geben Sie eine zerstoßene Aktivkohletablette hinein. Setzen Sie die Stecklinge so ein, dass keine Blätter im Wasser hängen.

4. Mini-Gewächshaus schaffen

Decken Sie das Glas mit Folie oder einer durchsichtigen Tüte ab, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzeugen. Platzieren Sie das Glas an einem warmen, hellen Standort, jedoch ohne direkte Mittagssonne.

5. Geduldig warten

Wechseln Sie das Wasser regelmäßig und lüften Sie die Stecklinge, um Schimmel zu vermeiden. Nach etwa 3–4 Wochen sollten sich erste Wurzeln zeigen.

6. Umtopfen in Erde

Setzen Sie die bewurzelten Stecklinge vorsichtig in einen Topf mit Rosenerde. Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie sie gut an.

7. Pflege der Jungpflanzen

Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, geschützten Platz. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und versorgen Sie die Pflanzen gelegentlich mit einem milden Rosendünger. Bei guter Pflege entwickeln sich daraus kräftige Rosenstöcke, die Sie später ins Beet setzen können.


Fazit: Mit dieser Methode können Sie aus einem einfachen Rosenstrauß eine ganze Sammlung neuer Pflanzen ziehen. So verwandelt sich ein Geschenk in eine langanhaltende Freude – und Ihr Garten erblüht bald voller Rosenpracht.

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