Der erste Satz Ihrer Anfrage lautet: “Schon ein Bissen ist schädlich, viele essen ihn trotzdem ohne Bedenken”.
Das hört sich nach dem Riesen-Bärenklau an. Diese Pflanze, die in Europa und Nordamerika weit verbreitet ist, sieht harmlos aus und wird oft mit harmlosen Pflanzen verwechselt.
Der Riesen-Bärenklau ist jedoch für den Menschen giftig. Der Saft der Pflanze enthält Furocumarine, die in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen auf der Haut auslösen. Das kann zu schweren Verbrennungen, Blasen und dauerhaften Narben führen. Selbst ein kleiner Kontakt mit dem Saft kann ausreichen, um eine starke Reaktion hervorzurufen.
Warum er trotzdem gegessen wird
Obwohl der Riesen-Bärenklau gefährlich ist, wird er in einigen Kulturen als Lebensmittel verwendet. Allerdings nicht in der Form, die im Westen wächst. In bestimmten Regionen im Kaukasus gibt es Unterarten, die von den Einheimischen gesammelt werden. Die Zubereitung ist dabei entscheidend, da durch Kochen und Fermentieren die Giftstoffe unschädlich gemacht werden. Es ist ein überliefertes Wissen, das genau vorschreibt, wie die Pflanze verarbeitet werden muss.
Wichtig: Der Verzehr der bei uns wachsenden Pflanze ist hochriskant und sollte unbedingt vermieden werden.