…einfach, dass Sie sie zu lange gekocht haben.
Keine Sorge, ein solches Ei ist weder verdorben noch giftig oder enthält irgendwelche Nährstoffe. Es ist reine Chemie, die wir in einem Küchenlabor folgendermaßen aufschreiben würden:
Was ist eigentlich passiert?
Der graugrüne bis schwarze Ring auf der Oberfläche des Eigelbs entsteht durch eine Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß.
Wenn Sie ein Ei länger als 10–12 Minuten kochen, werden durch die Hitze Wasserstoff und Schwefel im Eiweiß freigesetzt, wodurch ein Gas (Sulfan) entsteht.
Dieses Gas reagiert mit dem Eisen am Rand des Eigelbs und bildet Eisen(II)-sulfid (FeS).
Das Ergebnis ist dieser optisch unansehnliche, aber gesunde grüne Ring. Wie lässt sich das beim nächsten Mal vermeiden?
Für ein schönes, tiefgelbes Eigelb ohne unschönen „Camouflage“-Effekt probieren Sie Folgendes:
Achten Sie auf die Zeit: Für hartgekochte Eier reichen 9 bis 10 Minuten ab dem Aufkochen des Wassers.
Schocktherapie: Kühlen Sie die Eier direkt nach dem Kochen in Eiswasser ab. Dadurch wird der Garprozess gestoppt und die weitere Freisetzung von Gasen, die die Verfärbung verursachen, verhindert.
Verwenden Sie keine zu alten Eier: Je älter das Ei, desto höher sein pH-Wert, was die chemische Reaktion beschleunigt.
Kleiner Tipp: Wenn das Eigelb nach dem Aufschneiden nicht nur grün ist, sondern auch stark riecht (wie faule Eier) oder das Eiweiß rosa ist, sollten Sie das Ei besser wegwerfen. Der typische „überkochte“ Rand ist jedoch nur ein optischer Makel.
Möchten Sie wissen, wie Sie mit einem einfachen Wassertest feststellen können, ob ein Ei frisch ist, bevor Sie es aufschlagen?