Steigern Sie Ihren Tomatenertrag sofort: Geben Sie es immer in den Boden!

Schlagzeilen, die „sofortige“ Gartenwunder versprechen, sind äußerst verlockend, doch jeder erfahrene Gärtner weiß, dass Tomaten Zeit brauchen. Tomaten sind tatsächlich sehr nährstoffbedürftige Pflanzen (sogenannte Frühpflanzen), und was Sie beim Pflanzen in den Boden geben, beeinflusst maßgeblich ihre gesamte Saison.

Wenn im Internet Tipps zu Dingen zu finden sind, die „immer in den Boden gegeben werden sollten“, stecken meist ein paar bewährte Tricks dahinter. Wir erklären Ihnen, was wirklich ins Pflanzloch gehört, was ein Mythos ist und was sogar riskant sein kann.

  1. Bittersalz (Magnesiumsulfat) – Ein echter Helfer
    Dieser Tipp kursiert am häufigsten im Internet. Tomaten reagieren sehr empfindlich auf Magnesiummangel, den sie für die Photosynthese und ein kräftiges, grünes Blattwachstum benötigen.

Fakt: Ein Esslöffel Bittersalz (Epsomsalz) im Pflanzloch (mit etwas Erde bedeckt, um die Wurzeln vor Verbrennungen zu schützen) fördert das Pflanzenwachstum und beugt gelben Blättern vor.
Achtung: Dies funktioniert nur bei magnesiumarmem Boden. Zu viel Magnesium kann die Kalziumaufnahme hemmen.

  1. Eierschalen – Langsam anfangen
    Tomaten benötigen dringend Kalzium. Ein Mangel führt zu der gefürchteten Blütentipp-Fäule.

Fakt: Eierschalen sind reich an Kalzium. Sie schaden den Tomaten nicht, wenn sie ins Pflanzloch gegeben werden.

Achtung: Eierschalen zersetzen sich im Boden extrem langsam (selbst über mehrere Jahre). Damit Tomaten dieses Jahr davon profitieren, sollten sie fein gemahlen (z. B. in einer Kaffeemühle) und idealerweise mit etwas Essig vermischt werden. Der Essig setzt das Kalzium chemisch für die Wurzeln frei.

  1. Bananenschalen – Eine Kaliumquelle, aber mit Risiko
    Kalium ist wichtig für die Bildung großer, süßer und saftiger Früchte.

Fakt: Bananenschalen enthalten Kalium.
Risiko: Vergräbt man eine ganze Bananenschale direkt neben den Wurzeln, besteht die Gefahr, dass sie im Boden zu faulen beginnt. Dies zieht Schimmel, Schädlinge (Schorf, Ameisen) oder Nagetiere an. Besser ist es, die Schalen zu kompostieren oder einen Aufguss daraus zu machen.

  1. Ganzer roher Fisch oder Fischköpfe – Eine alte indische Methode
    Ja, auch diesen ungewöhnlichen Tipp findet man im Internet. Man soll den Fisch unter der Tomate vergraben.

Fakt: Fischfleisch und -gräten sind eine hervorragende Quelle für Stickstoff, Phosphor und Spurenelemente. Tomaten wachsen danach prächtig.
Risiko: Vergräbt man den Fisch nicht tief genug (mindestens 40–50 cm), graben ihn die Katze, der Hund oder der Marder des Nachbarn innerhalb weniger Tage wieder aus. Der Geruch von verrottendem Fisch im Blumenbeet ist zudem unangenehm.

Was gehört also WIRKLICH ins Pflanzloch für Tomaten? Vergessen Sie schnelle Tricks und setzen Sie auf das, was Tomaten am meisten lieben:

Reifer Kompost oder granulierter Kuh-/Pferdemist: Das ist der beste Nährstoffcocktail, der nach und nach freigesetzt wird. Eine Handvoll Lignohumat- oder Mykorrhiza-Pilze (Symbivit): Diese Pilze verbinden sich mit den Wurzeln der Tomate, helfen ihr, Wasser aus tieferen Bodenschichten aufzunehmen und das Wurzelsystem deutlich zu vergrößern. Tiefes Pflanzen: Das ist der beste kostenlose Trick. Pflanzen Sie die Tomate so tief, dass nur die obersten Blätter sichtbar sind (Sie können sie schräg in die Erde setzen). Die Tomate wird unterirdisch am Stängel unzählige neue Wurzeln bilden. Je mehr Wurzeln, desto mehr Tomaten! Haben Sie dieses Jahr Tomaten im Garten oder ziehen Sie sie in Töpfen auf dem Balkon?

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