Wenn Sie von großen, auffälligen Käfern wie Hirschkäfern, Nashornkäfern oder verschiedenen Laufkäfern sprechen, haben Sie völlig Recht – töten Sie sie nicht!
Viele geraten in Panik, wenn sie einen großen Käfer oder eine dicke Larve im Kompost entdecken. Die meisten von ihnen sind jedoch völlig harmlos oder sogar nützlich für Ihren Garten.
Hier finden Sie eine Übersicht, warum Sie sie am Leben lassen sollten und was Sie mit ihnen tun können.
- Finden Sie heraus, welche Insekten Sie zum Glück haben
Oft werden Schädlinge mit nützlichen Helfern verwechselt. Finden Sie heraus, wer wer ist:
Larven im Kompost: Goldrute vs. Käfer
Viele geraten in Panik, wenn sie beim Umgraben des Komposts auf riesige weiße Larven (Schneckenlarven) stoßen.
Goldilocks (Nützlich): Ihre Larven leben ausschließlich in Kompost oder verrottendem Holz. Sie ernähren sich von abgestorbenem organischem Material und tragen zur Humusbildung bei. Sie schaden Pflanzen nicht.
Käfer (Potenzieller Schädling): Ihre Larven leben in normaler Erde und Blumenbeeten, wo sie die Wurzeln von Pflanzen fressen. Im Kompost findet man sie kaum.
Tipp: Wenn Sie einen Käfer auf eine ebene Fläche setzen und er sich auf den Rücken dreht und davonkriecht, handelt es sich um einen nützlichen Goldilocks. Käfer kriecht normalerweise auf der Seite oder dem Bauch.
Ausgewachsene Käfer: Nashornkäfer und Hirschkäfer
Wenn Sie einen Kapuziner-Nashornkäfer oder einen Gemeinen Hirschkäfer auf Ihrem Grundstück finden, haben Sie großes Glück. Es handelt sich um geschützte, gefährdete und absolut faszinierende Tiere.
Ausgewachsene Käfer fressen fast nichts (sie trinken ausschließlich Baumsaft).
Ihre Larven leben mehrere Jahre in verrottenden Baumstümpfen oder alten Holzspänen und schädigen den Garten nicht.
Asseln: Nützlinge der Nacht
Große, oft glänzende, metallisch oder schwarze Käfer, die schnell über den Boden huschen.
Ihre Funktion: Sie sind reine Raubtiere. Nachts jagen sie Schnecken, Raupen und andere Schädlinge, die man nicht im Garten haben möchte.
- Was tun, wenn man sie im Garten findet?
Schritt 1: Keine Chemie
Wenn Sie auf Breitbandinsektizide verzichten, retten Sie Hunderte von Nützlingen. Die Chemie unterscheidet nicht zwischen Schädling und Helfer.
Schritt 2: Umsetzen (falls nötig)
Wenn Sie Asselnarven im Kompost finden, lassen Sie sie dort. Sie sind Ihre ständigen Helfer.
Wenn Sie große Käfer (Hirschkäfer, Nashornkäfer) an einer Stelle finden, wo die Gefahr besteht, dass jemand auf sie tritt, setzen Sie sie vorsichtig auf einen alten Baumstamm, einen Wurzelstock oder in ein dichtes Gebüsch.
Schritt 3: Schaffen Sie eine ruhige Ecke für sie
Moderne Gärten sind oft zu ordentlich, wodurch Käfer ihren Lebensraum verlieren. Versuchen Sie, in einer geschützten Ecke des Gartens Folgendes anzubieten:
Einen Haufen alter Äste oder einen verrottenden Wurzelstock.
Etwas ungemähtes Gras.
Einen größeren Haufen Rindenmulch oder Holzschnitzel.
Zusammenfassung: Große Käfer sind in der heutigen Landschaft eine Seltenheit. Wenn Sie sie mögen, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Garten gesund und sauber ist. Anstatt sie zu töten, machen Sie ein Foto von ihnen – die meisten von ihnen gehören zu den Juwelen unserer Natur!