5 Tipps, um Ameisen aus Ihrem Garten fernzuhalten. Erfahrene Gärtner geben Ratschläge.

Ameisen sind nützliche Helfer im Garten, da sie den Boden auflockern und kleine Schädlinge beseitigen. Sobald sie jedoch riesige Ameisenhügel in Ihren Blumenbeeten anlegen, an den Wurzeln knabbern oder – was das häufigste Problem ist – Blattlauskolonien auf Bäumen und Rosen ansiedeln und schützen, werden sie zur Plage.

Erfahrene Gärtner vermeiden aggressive Chemikalien, die Boden und Pflanzen verunreinigen könnten. Stattdessen verlassen sie sich auf ihre feinen Sinne. Hier sind 5 bewährte und umweltfreundliche Methoden, um Ameisen aus Ihren Blumenbeeten fernzuhalten.

  1. Nutzen Sie ihren feinen Geruchssinn (Duftbarrieren)
    Ameisen orientieren sich anhand von Duftspuren. Wenn Sie ihre Wege mit etwas unterbrechen, das für sie extrem unangenehm riecht, suchen sie sich lieber einen anderen Platz.

Zimt und Nelken: Streuen Sie gemahlenen Zimt oder zerstoßene Nelken um die Beete, die Sie vor Ameisen schützen möchten.

Kaffeesatz: Kaffeesatz ist doppelt wirksam. Er riecht für Ameisen stark, und Koffein ist in größeren Mengen giftig für sie. Streuen Sie ihn regelmäßig um Ihre Pflanzen.

  1. Natürliche Abwehrmittel pflanzen (Lebende Schutzschilde): Erfahrene Gärtner kombinieren Nutzpflanzen strategisch mit Kräutern, die Ameisen meiden. So entsteht eine dauerhafte, natürliche Barriere.

Pflanzen Sie Minze, Lavendel, Schafgarbe, Ringelblumen (afrikanische Art) oder Knoblauch zwischen gefährdete Gemüsepflanzen oder unter Obstbäume. Vorsicht bei Minze: Sie wächst sehr wuchernd, daher ist es besser, sie in einem Topf zu pflanzen.

  1. Klebeband an Bäumen (Verhindert die Vermehrung von Blattläusen): Wenn Sie Ameisen an Ihren Obstbäumen bekämpfen, suchen diese wahrscheinlich den Honigtau der Blattläuse auf. Ameisen verteidigen Blattläuse aktiv gegen Marienkäfer und übertragen sie auf neue Blätter.

Umwickeln Sie die Baumstämme mit doppelseitigem Klebeband (erhältlich in Gartencentern).

Ameisen können das Klebeband nicht durchdringen, gelangen nicht an die Blattläuse und werden ohne Schutz schnell von natürlichen Feinden dezimiert.

  1. Machen Sie ihr Nest unbewohnbar (Flüssige Barrieren anwenden):
    Wenn sich Ameisen direkt im Blumenbeet eingenistet haben, müssen Sie ihr Nest unbewohnbar machen.

Essig- oder Zitronenspray: Mischen Sie Essig oder Zitronensaft mit Wasser im Verhältnis 1:1 und besprühen Sie die Ameisenstraßen und die Umgebung des Nestes. Die Säure zerstört ihre Duftspuren.
Wermutaufguss: Wermut ist extrem bitter und aromatisch. Gießen Sie diesen Kräuteraufguss über einen Ameisenhaufen – die Ameisen werden sofort verschwinden.

  1. Natron mit Zucker (Letzter Ausweg):
    Wenn herkömmliche Abwehrmittel nicht wirken und die Ameisen Ihre Pflanzen zerstören, versuchen Sie einen Trick von Oma, der als Köder funktioniert.

Mischen Sie Natron mit Puderzucker im Verhältnis 1:1 und streuen Sie die Mischung auf den Ameisenhaufen.

Der Zucker lockt die Ameisen an, aber das Natron verändert nach der Aufnahme ihren pH-Wert im Körper, was für sie tödlich ist. Es ist eine drastischere, aber dennoch 100 % umweltfreundliche Methode ohne Chemikalien.
Goldener Tipp für Gärtner: Wenn Sie Blattläuse in Ihrem Garten bekämpfen, verschwinden oft auch die Ameisen. Diese beiden Schädlinge leben in perfekter Symbiose, sodass der Druck auf den einen den anderen schwächt.

Haben Sie Ameisen an einem bestimmten Ort (z. B. im Gewächshaus, an Erdbeeren) oder breiten sie sich in Ihrem ganzen Garten aus?

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