Kirschen sind wunderbare Sommerfrüchte und absolut figurfreundlich – solange man ein gesundes Maß hält. Dass man von Kirschen schnell zunimmt, ist ein Mythos, da sie zu einem Großteil aus Wasser bestehen. Dennoch enthalten sie, wie jedes Obst, Fruchtzucker (Fruktose).
Als Faustregel für eine Portion, die perfekt in eine ausgewogene Ernährung passt und das Gewicht nicht belastet, gilt:
1 bis 2 Handvoll Kirschen pro Tag
(Das entspricht etwa 100 bis 150 Gramm oder rund 15 bis 20 Kirschen).
Die harten Fakten: Kalorien und Zucker
Um das Ganze einzuordnen, werfen wir einen Blick auf die Nährwerte von Süßkirschen (Sauerkirschen haben sogar noch etwas weniger Kalorien und Zucker):
| Menge | Kalorien | Kohlenhydrate (davon Zucker) | Ballaststoffe |
| 100 g (ca. 12-15 Kirschen) | ca. 60–63 kcal | ca. 13 g (ca. 11 g) | ca. 2 g |
| 250 g (eine kleine Schale) | ca. 150 kcal | ca. 32 g (ca. 27 g) | ca. 5 g |
Eine ganze Schale (250 Gramm) hat also gerade einmal so viele Kalorien wie ein kleiner Riegel Schokolade oder eine Banane, liefert Ihnen aber reichlich Vitamin C, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe.
Warum Kirschen beim Abnehmen sogar helfen können
Es gibt keinen Grund, aus Angst vor Gewichtszunahme auf Kirschen zu verzichten. Sie bringen nämlich Eigenschaften mit, die eine Diät sogar unterstützen:
- Hoher Wasser- und Ballaststoffgehalt: Sie füllen den Magen und halten dank der Ballaststoffe den Blutzuckerspiegel relativ stabil. Das beugt Heißhungerattacken vor.
- Der perfekte Süßigkeiten-Ersatz: Wenn Sie abends Lust auf Schokolade haben, ist eine Handvoll Kirschen die deutlich kalorienärmere und gesündere Alternative.
Das “echte” Problem bei zu vielen Kirschen
Wenn Sie es mit den Kirschen übertreiben (z. B. ein ganzes Kilo auf einmal essen), ist meistens nicht das Gewicht das erste Problem, sondern Ihr Bauch.
Große Mengen an Fruktose können vom Dünndarm oft nicht schnell genug verarbeitet werden. Sie wandern weiter in den Dickdarm, wo Bakterien den Zucker abbauen. Die Folge: Blähungen, Bauchschmerzen oder sogar Durchfall.
Mythos-Check: Dass man nach Kirschen kein Wasser trinken darf, stimmt übrigens so heute nicht mehr. Früher befanden sich auf den Kirschen oft Hefepilze, die durch das Wasser im Magen nicht schnell genug von der Magensäure abgetötet wurden und im Bauch gärten. Dank moderner Hygiene und sauberem Trinkwasser passiert das heute kaum noch – es sei denn, man isst ohnehin zu viele Kirschen auf einmal.
Möchten Sie wissen, wie Sie Kirschen am besten in Ihren Ernährungsplan einbauen, oder interessieren Sie sich für den Unterschied zwischen Süß- und Sauerkirschen?