Sind gekeimte Kartoffeln essbar?

Kurze Antwort: Es kommt darauf an, wie stark sie gekeimt sind.

Kleine Keime können Sie großzügig wegschneiden. Wenn die Kartoffel jedoch schon lange Keime hat oder runzelig und grün ist, sollten Sie sie nicht mehr essen.

Hier ist die einfache Faustregel, wann Kartoffeln noch in den Topf dürfen und wann sie in den Müll gehören:

Wann Sie die Kartoffeln noch essen können

  • Kleine Keime (unter 1 cm): Wenn die Kartoffel noch prall und fest ist und nur vereinzelte, kurze Triebe hat, ist sie essbar.
  • Was zu tun ist: Schneiden Sie die Keime und die Stellen um die Keimaugen (die “Augen” der Kartoffel) sowie eventuelle grüne Stellen großzügig und tief wegschneiden. Kochen Sie die Kartoffeln ohne Schale.

Wann Sie die Kartoffeln wegwerfen sollten

  • Lange Keime (über 1 cm) oder viele Triebe: Wenn die Kartoffel von einem dichten Keimgeflecht überzogen ist.
  • Grüne und schrumpelige Kartoffeln: Wenn die Knolle bereits weich und schrumpelig ist oder großflächig grüne Stellen aufweist.

Warum ist das so? Kartoffeln bilden beim Keimen und unter Lichteinfluss den natürlichen Giftstoff Solanin. Dieser Stoff konzentriert sich vor allem in den Keimen, den “Augen” und in grünen Stellen der Schale. Solanin ist hitzebeständig, wird also beim Kochen oder Braten nicht zerstört.

Symptome einer Solanin-Vergiftung

Wenn man zu viel Solanin aufnimmt, kann das zu unangenehmen Beschwerden führen. Erste Anzeichen sind:

  • Kratzen im Hals
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen)
  • Kopfschmerzen und Schwindel

Tipp für die Zukunft: Lagern Sie Kartoffeln immer kühl, dunkel und trocken. Das verhindert, dass die Knollen vorzeitig austreiben.

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