DOPPELTE Tomatenernte: So geht’s im Juli mit jeder Pflanze!

Der Juli ist ein entscheidender Monat für Tomaten. Jetzt entscheidet sich, ob Sie nur ein paar welke Früchte ernten oder eine wahre Tomatenflut erleben. Die Pflanzen sind in ihrer Blütezeit, bilden Früchte und verbrauchen gleichzeitig enorm viel Energie.

Wenn Sie das Maximum aus jedem Strauch herausholen und Ihre Ernte problemlos verdoppeln möchten, sollten Sie im Juli unbedingt diese 5 Schritte befolgen:

  1. Blattstiele komplett entfernen (Blenden)
    Tomaten wachsen im Juli besonders stark und bilden neue Triebe in den Blattachseln (sogenannte Blattstiele). Die Pflanze investiert viel Energie in diese, was die Fruchtbildung und -reifung beeinträchtigt.

So geht’s: Gehen Sie mindestens einmal pro Woche alle Sträucher durch (besonders die hochwachsenden) und entfernen Sie alle Blätter.

So geht’s: Am besten brechen Sie die Blätter morgens mit den Fingern ab, wenn die Pflanze kräftig ist. Die Wunde heilt bis zum Abend, und das Infektionsrisiko wird minimiert.

  1. Radikale Entblätterung von unten (Mehltauprävention): Blätter, die den Boden berühren oder knapp darüber liegen, sind die Eintrittspforte für den gefürchteten Kartoffelmehltau. Außerdem beschatten sie die unteren Früchte und behindern die Luftzirkulation.

So geht’s: Entfernen Sie nach und nach alle Blätter vom Boden bis zum ersten Blüten- oder Fruchtstand.
Regel: Entfernen Sie nie mehr als 2-3 Blätter gleichzeitig an einer Pflanze, um sie nicht zu schädigen. Der Strauch muss von unten belüftet werden.

  1. Düngung mit Kalium und Phosphor: Verzichten Sie im Juli auf stickstoffreiche Dünger (z. B. reinen Hühnermist oder Brennnesseltee). Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, aber jetzt brauchen Sie Früchte.

Was Tomaten brauchen: Kalium (für Süße und Fruchtgröße) und Phosphor (für ein starkes Wurzelsystem und die Reifung).
Hausmittel-Tipp ohne Chemie: Ein Aufguss aus Holzasche (reich an Kalium und Kalzium) ist hervorragend. Einfach eine Tasse reine Holzasche in 10 Liter Wasser geben, ziehen lassen und die Wurzeln damit gießen. Beinwellaufguss ist ebenfalls sehr wirksam.

⚠️ Vorsicht vor Trockenfäule: Wenn die Spitzen der Tomaten schwarz werden, fehlt ihnen Kalzium. Oft liegt es jedoch nicht an Kalziummangel im Boden, sondern an unregelmäßigem Gießen, wodurch die Pflanze das Kalzium nicht aufnehmen kann.

  1. Richtiges Gießen – lieber seltener, dafür aber durchdringend
    Die Julihitze verleitet dazu, die Tomaten jeden Abend mit etwas Wasser zu besprühen. Das ist ein grundlegender Fehler. Die Wurzeln bleiben dann knapp unter der Oberfläche und die Pflanze trocknet leicht aus.

So geht’s richtig: Gießen Sie Ihre Tomaten 2- bis 3-mal pro Woche, aber richtig großzügig (5–10 Liter Wasser pro Strauch), idealerweise früh morgens. Das Wasser muss tief in den Boden eindringen.

Die goldene Regel: Gießen Sie immer direkt an die Wurzeln, niemals auf die Blätter! Ein nasses Blatt in der Julihitze ist ein idealer Nährboden für Schimmel und erhöht das Risiko von Sonnenbrand.

  1. Mulchen: Feuchtigkeit im Boden speichern
    Wenn Sie Ihre Beete noch nicht gemulcht haben, ist Juli der perfekte Zeitpunkt dafür. Die Sonne kann den Boden so stark erhitzen, dass das Wasser innerhalb weniger Stunden verdunstet.

Was Sie verwenden sollten: Verteilen Sie eine Schicht Grasschnitt, Stroh oder Holzschnitzel (ca. 5–8 cm) um die Stängel.

Ergebnis: Mulch hält den Boden feucht, stabilisiert seine Temperatur und verhindert Unkrautwuchs. Außerdem werden beim Gießen keine Wassertropfen vom Boden auf die unteren Blätter reflektiert, was zusätzlich vor Krankheiten schützt.

Welche dieser Tipps wenden Sie regelmäßig bei Ihren Tomaten an und welche werden Sie diesen Juli zum ersten Mal ausprobieren?

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