Wenn Sie nach dem 40. Lebensjahr diese Linien auf Ihren Nägeln haben, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass…

es sich in den meisten Fällen um eine völlig natürliche Erscheinung des Alterungsprozesses handelt, die als Längsrillen auf den Nägeln (Trachyonychie oder vertikale Streifen) bekannt ist.

Ab 40 Jahren finden im Körper Veränderungen statt, die sich direkt auf das Aussehen der Nägel auswirken:

Verlangsamung der Zellerneuerung: Die Nagelmatrix (der Ort, an dem der Nagel gebildet wird) produziert langsamer neue Zellen, was zu ungleichmäßigem Wachstum und der Bildung von „Falten“ auf den Nägeln führt.
Verlust von Feuchtigkeit und natürlichen Ölen: Die Nägel verlieren ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, und werden trockener und brüchiger.
Beeinträchtigte Mikrozirkulation: Die verminderte Durchblutung des Nagelbetts schränkt die Nährstoffversorgung ein.
Wann sind vertikale Linien unbedenklich und wann sollten Sie sich Sorgen machen?

Vertikale Linien von der Nagelhaut bis zur Nagelspitze: Dies ist ein häufiges physiologisches Phänomen, das Fältchen auf der Haut ähnelt. Sie erfordern in der Regel keine ärztliche Behandlung.

Beeinflussbare Ursachen: Flüssigkeitsmangel, Vitaminmangel (insbesondere B-Vitamine, Zink oder Eisen) oder häufiger Kontakt mit aggressiven Chemikalien und Wasser.
Wann Sie einen Arzt (Dermatologen) aufsuchen sollten:

Horizontale Rillen (sogenannte Beau-Linien): Linien, die quer über den Nagel verlaufen, können auf eine Wachstumsstörung des Nagels hinweisen, die durch eine schwere Erkrankung, hohes Fieber, eine Infektion, starken Stress oder Nährstoffmangel verursacht werden kann.

Dunkler (brauner oder schwarzer) Streifen: Ein vertikaler dunkler Streifen auf einem Nagel kann ein Anzeichen für ein pigmentiertes Muttermal sein, im schlimmsten Fall jedoch ein subunguales Melanom (Hautkrebs).

Begleitende Veränderungen: Wenn der Nagel stark einreißt, sich verfärbt (gelb, grün), sich vom Nagelbett löst oder Schmerzen verursacht.
Wie Sie den Zustand Ihrer Nägel verbessern können?

Ausreichende Feuchtigkeitspflege: Verwenden Sie regelmäßig Nagelöl (z. B. Mandel- oder Arganöl) und feuchtigkeitsspendende Handcreme.
Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf Lebensmittel, die reich an Biotin (Vitamin B7), Zink, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Proteinen sind.

Schutz: Tragen Sie beim Abwaschen und bei der Arbeit mit Reinigungsmitteln Schutzhandschuhe.
Sanfte Pflege: Vermeiden Sie starkes Feilen der Nageloberfläche, da dies den Nagel schwächt.

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