Gesundheitsalarm: mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 von „Les Enfants d’Hippocrates“ kritisiert

„Les Enfants d’Hippocrate“ (Die Kinder des Hippokrates) ist der Name einer französischen Vereinigung, die sich als Freiwilligenorganisation bezeichnet und sich für einen „Dialog über die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Therapien“ einsetzt. Sie hat sich während der COVID-19-Pandemie kritisch zu den mRNA-Impfstoffen geäußert.

Hintergrund der Kritik

Die Kritikpunkte von “Les Enfants d’Hippocrate” spiegeln die Argumente wider, die während der Pandemie von verschiedenen Gruppen vorgebracht wurden. Dazu gehören Bedenken bezüglich:

  • Schnelligkeit der Entwicklung: Die Geschwindigkeit, mit der die mRNA-Impfstoffe entwickelt und zugelassen wurden, hat bei einigen Personen Misstrauen geweckt.
  • Nebenwirkungen: Während offizielle Stellen die Nebenwirkungen als überwiegend mild und selten einstufen, betonen Kritiker wie “Les Enfants d’Hippocrate” das Auftreten von seltenen, aber potenziell schweren Nebenwirkungen wie Myokarditis oder Perikarditis (Herzmuskel- bzw. Herzbeutelentzündung).
  • Langzeitfolgen: Ein zentraler Kritikpunkt war die vermeintliche Unsicherheit über mögliche Langzeitfolgen der mRNA-Technologie, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in großem Maßstab in der Bevölkerung eingesetzt wurde.
  • DNA-Reste: Es gab auch Behauptungen über angebliche Verunreinigungen der Impfstoffe mit DNA-Resten, die theoretisch eine Veränderung des menschlichen Erbguts bewirken könnten.

Wissenschaftliche Einordnung und offizielle Stellungnahmen

Die Bedenken von Gruppen wie “Les Enfants d’Hippocrate” stehen im Gegensatz zu den Positionen großer internationaler und nationaler Gesundheitsorganisationen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem deutschen Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

  • Umfassende Studien: Die Zulassung der mRNA-Impfstoffe basierte auf umfangreichen klinischen Studien, an denen Zehntausende von Probanden teilnahmen.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Das Auftreten von Herzmuskelentzündungen wurde in seltenen Fällen, insbesondere bei jungen männlichen Geimpften, beobachtet. Die Gesundheitsbehörden haben diese Nebenwirkungen genau erfasst, bewertet und in ihre Empfehlungen integriert. Sie weisen jedoch darauf hin, dass das Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer COVID-19-Erkrankung selbst weitaus höher ist als nach der Impfung.
  • Keine Veränderung des Erbguts: Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die mRNA (Boten-RNA) aus den Impfstoffen nicht in den Zellkern gelangt und daher das menschliche Erbgut (DNA) nicht verändert. Behauptungen über DNA-Verunreinigungen wurden von den Aufsichtsbehörden als unbegründet zurückgewiesen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kritik von “Les Enfants d’Hippocrate” Teil einer breiteren Debatte ist, die während der Pandemie stattfand. Die medizinische und wissenschaftliche Mehrheitsmeinung, basierend auf den umfangreichen Daten aus der Impfkampagne, bestätigt jedoch die Sicherheit und Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe als entscheidendes Mittel zur Bekämpfung von COVID-19.

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